Bilanz BSV-Schützenfest: Etwas getrübte Stimmung

Rolf Linnepe.

LÜDENSCHEID ▪ „Den Unfall hätten wir natürlich lieber nicht gehabt, obwohl er ja glücklicherweise noch glimpflich ausgegangen ist.

Aber dennoch hat er die Stimmung verständlicherweise etwas gedrückt“, blickt Rolf Linnepe, Vorsitzender des Lüdenscheider Bürgerschützenvereins (BSV), auf die Kirmes und das Schützenfest auf dem Festplatz Hohe Steinert zurück. Mit dem Schützenfestverlauf zum 100-jährigen Bestehen des BSV sei er alles in allem zufrieden, auch wenn er sich mehr Resonanz auf das Programm im Festzelt erhofft habe. „Das Publikum fand trotz meist freien Eintritts nicht ins Festzelt. Das ist in anderen Regionen besser. Immerhin haben die Bands für gute Stimmung gesorgt.“ Die war bei der Kölner Band „Brings“ auch garantiert. Dennoch war das Zelt nicht gänzlich gefüllt. „Das lag sicherlich auch an der starken Konkurrenz zum Booster-Konzert“, vermutet Linnepe. Denn immerhin komme so eine Band nicht alle Tage nach Lüdenscheid. Vor dem Zelt wechselten sich an den Kirmestagen Sonne und Regen ab. Am Feiertag kamen trotz Sonnenscheins nicht so viele Besucher wie erwartet. Langes Wochenende und Start der Grillsaison daheim mögen manchen von einem Ausflug zur Hohen Steinert abgehalten haben. Und pünktlich zum Abschlussfeuerwerk am Sonntagabend donnerte es auch so über Lüdenscheid und es regnete in Strömen.

Immer wieder kommt die Frage auf, ob eine Fusion der beiden großen Lüdenscheider Schützenvereine angesichts rückläufiger Mitgliederzahlen und sinkender Einnahmen nicht Sinn mache. „Eine Fusion mit der Lüdenscheider Schützengesellschaft verbessert die Lage nicht“, ist Rolf Linnepe überzeugt. „Ein bisschen Konkurrenz belebt das Geschäft. Jeder strengt sich mehr an. Deshalb sollten wir es bei der friedlichen Koexistenz belassen.“

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