Gründung einer IG möglich

Bierbaum: Bürger wollen sich formieren

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So hat sich die Verwaltung das wohl nicht vorgestellt: Nur Maulwürfe verrichten an der Rätherwiese bislang Erdarbeiten. Gut möglich, dass das auch künftig so bleibt.

Lüdenscheid - Das Meinungsbild war überdeutlich: Bei einer Bürger-Information haben sich gut 250 Anwohner vom Bierbaum jüngst vehement gegen eine Bebauung der Rätherwiese mit Sozialwohnungen gewehrt.

Die Abgesandten der Verwaltung, die mit ihrem Vorstoß vor allem auch die langfristige Unterbringung von Flüchtlingen im Sinn haben, standen bei der Veranstaltung auf verlorenem Posten.

Gut möglich indes, dass es aus Sicht der Anwohner bald „Entwarnung“ gibt. Denn nach einer politischen Mehrheit für das Bauprojekt sieht es aktuell nicht aus.

Unabhängig davon wollen die Anwohner womöglich selbst in die Offensive gehen. So lagen bei besagter Info-Veranstaltung in der Apostelkirche auf den Sitzbänken Zettel aus, die auf die angepeilte Gründung einer „Interessengemeinschaft Lüdenscheid-Süd“ hinwiesen. „Gemeinsam schaffen wir mehr“, so stand es als Losung auf den Schriftstücken. Detailliertere Angaben zu den Zielen der möglichen Interessengemeinschaft fehlten. Auch auf Nachfragen hielten sich die Initiatoren bedeckt. Einer der Beteiligten – seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen – räumte allerdings ein, dass die Aktion „natürlich“ mit der angedachten Bebauung der Rätherwiese zu tun habe.

Nach Ende der Info-Veranstaltung konnten sich Anwohner, die eine Gründung einer „Interessengemeinschaft Lüdenscheid-Süd“ grundsätzlich befürworten, unverbindlich in Listen eintragen. Fast alle der 250 Besucher sollen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben.

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