Weltweit auf Spitzenniveau

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Die Kieferorthopäden Bhupender Chhatwani (re.) und Sohn Dr. Sachin Chhatwani mit einem Kausimulator.

Lüdenscheid - Die Lüdenscheider Kieferorthopäden Bhupender Chhatwani und Dr. Sachin Chhatwani haben auf der 87. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie ihre Forschung zu Verlustraten von Gaumenimplantaten präsentiert – mit einem herausragenden Ergebnis, wie die beiden Experten mitteilen.

Bhupender Chhatwani ist nach eigenen Angaben seit über 15 Jahren weltweit einer der führenden Anwender dieses Systems, bei dem auf den Einsatz des Kopfgestells verzichtet werden kann. Nach einer anfänglich erhöhten Verlustrate in der Einheilphase des Implantats kam die Idee auf, eine Wundheilplatte für sechs Wochen in der Einheilphase zu benutzen. Diese deckt das Implantat ab und verhindert, dass die Zunge daran spielt und es somit lockert.

Gemeinsam mit dem Berliner Kieferorthopäden Dr. P. Gebhardt und der kieferorthopädischen Abteilung der Universität Mainz wurden die in der Lüdenscheider Praxis an der Knapper Straße mit dieser Technik gesetzten Gaumenimplantate von Dr. Sachin Chhatwani ausgewertet. Es zeigte sich nur noch eine Verlustrate von 2,2 Prozent. „Dies ist weltweit die bisher geringste Verlustrate beim Einsetzen von Gaumenimplantaten. Nach der Behandlung wird das Implantat entfernt und die Wunde heilt in der Regel folgenlos aus“, erklären sie.

Durch gemeinsame Fachgespräche zwischen Vater und Sohn konnten die Lüdenscheider Kieferorthopäden zudem ein Patent anmelden. Sie entwickelten einen weltweit neuartigen, innovativen Prototypen eines kieferorthopädischen Brackets. Diese werden bei der Behandlung auf die Zähne aufgeklebt. „Das Bracket fixiert den kieferorthopädischen Drahtbogen, an dem die Zähne langgleiten. Während dieser Bewegung kommt es immerwährend zu einer Verkantung zwischen Bracket und Bogen – die Zahnbewegung kommt kurzzeitig ins Stocken. Erste Studienergebnisse zeigen, dass bei unserem Prototypen keine Verkantung auftritt und es somit möglich sein sollte, die Zähne schneller zu bewegen.“ Zudem entwickelten sie ein Instrument, um die Brackets exakt auf die Zähne zu positionieren. „Denn je exakter diese auf dem Zahn geklebt werden, desto besser wird das Ergebnis. Derzeit wird hier ein Gebrauchsmuster erstellt, um das Instrument spätestens Anfang nächsten Jahres auf den Markt zu bringen.“

In der Lüdenscheider Praxis wird nicht nur geforscht. Die wissenschaftlich fundierte Patientenbehandlung mit höchsten hygienischen Standards und modernsten Behandlungsmethoden stehe immer noch im Vordergrund. Es werden Zahnstellungen nicht nur Jugendlicher, sondern zunehmend auch erwachsener Patienten korrigiert. Dabei werden die Kieferorthopäden von einem Team von sechs Mitarbeitern tatkräftig unterstützt. - my

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