BGL: Brandschutzauflagen verteuern Umbauarbeiten

Ortstermin mit Vereinen und städtischen Vertretern in der Sporthalle des BGL.

LÜDENSCHEID ▪ Ein paar bauliche Verbesserungen geplant, massive Brandschutzauflagen bekommen: Die Umbauarbeiten im BGL-Foyer und der Sporthalle werden Auswirkungen auf den nächsten Haushalt in noch unbekannter Höhe haben.

Das stellte sich am Donnerstag beim Ortstermin im Bergstadt-Gymnasium heraus, zu dem unter anderem Vertreter von drei Sportvereinen erschienen waren sowie Jens Holzrichter (Bauausschuss), Rüdiger König (Stadtsportverband) und Dirk Gelhausen (Sportamt). Ihnen erläuterte Peter Welter, bei der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) mit dem Umbau betraut, warum es welche Probleme gibt und dass sich der Zeitplan mit Schwerpunktarbeiten in den Oster- und Sommerferien nicht ändert.

Es gelte, so hieß es, Auflagen der Bauaufsicht zum Brandschutz zu erfüllen: „Das diskutiere ich nicht. Das ist so.“ Während Welter „wegen der geringen Veränderungen“ im Bauantrag noch davon ausgegangen war, auf ein Brandschutzgutachten verzichten zu können, sahen das die Zuständigen völlig anders. Und listeten auf: Keine Thekendurchreiche auf den Gang aus der Cafeteriaküche mit ihren möglichen Brandherden (Würstchenkocher, Kaffeemaschine, Waffeleisen), damit kein Rauch in den Fluchtweg für 700 Veranstaltungsbesucher dringt. Ein feuersicherer Rolladen muss zudem eine „brandsichere Zelle“ schaffen. Nur Brandschutztüren und -wände dürfen aus den ehemaligen Garderoben Zusatzstauraum für die Vereine machen. In der Halle geht es weiter: Die Balustrade, die Halle und Zuschauerränge trennt, muss am Ende der Treppe Durchlässe bekommen, was unter anderem einen Komplettausbau der Heizung bedingt. Die vier als Notausgänge markierten Schwingtore sind unzulässig, und müssen durch Schlupftüren ersetzt werden. Zudem müsse man Griffe finden, die gleichzeitig für Fluchttüren und für Turnhallen geeignet sind. Ob das alles ist, wusste Welter nicht zu sagen: „Das Brandschutzgutachten ist noch nicht fertig.“ Es gebe nur eine Teilbaugenehmigung.

„Das ist doch bekloppt“, ärgerte sich vor allem Rüdiger König über die Vorgaben. „Aber nicht zu ändern“, betonte ZGW-Leiter Frank Kuschmirtz. Was zu ändern ist, ist die Beleuchtung: 35 Vorschaltgeräte (von 180) sind seit geraumer Zeit kaputt und waren nicht mehr lieferbar. Das ändert sich bald, der ordnungsgemäße Spielbetrieb sei gesichert. Einhellig stellte man zudem Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation fest. Nur so könnten auch Details geklärt werden – von der mobilen Kasse über einen Schaukasten für jeden Verein bis hin zur Kühlschrankfrage.

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