Diabolo-Geschosse

Parkstraße: Schüsse auf zwei Wohnhäuser

Auf zwei Fenster an der Parkstraße wurde geschossen.

LÜDENSCHEID – Zwei kreisrunde Löcher sind in der Jalousie und der äußeren Scheibe der doppelverglasten Fenster der Wohnungen an der Parkstraße 268 und 278 zu sehen.

In der Nacht von Karfreitag auf -samstag hat ein bislang unbekannter Schütze von der Straße aus die beiden Häuser mit einer Luftdruckwaffe ins Visier genommen. Die Bewohner kamen mit einem gehörigen Schrecken davon.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in Brügge. Fast auf den Tage genau, am Ostermontag vergangenen Jahres, wurde ebenfalls mit einer solchen Waffe in der Öffentlichkeit geschossen – mit weitaus ernsteren Folgen. Damals erlitten zwei Fußgänger Verletzungen im Gesicht und an der Schulter. In Höhe der Eisenbahnführung trafen sogenannten Diabolo-Geschosse die Passanten. Ein weiteres Einschussloch fanden die Beamten bei den Ermittlungen wenig später in einer Laterne. Die Fahndung nach dem Täter verlief bislang ergebnislos. Einen Zusammenhang zwischen den Attacken wollte Polizeisprecher Norbert Pusch nicht herstellen.

„Ich hab’ schon im Bett gelegen und geschlafen, als ich von dem Knall geweckt wurde. Das war um 23.10 Uhr“, so der Hausbesitzer. Allerdings habe er das Geräusch zunächst gar nicht zuordnen können. „Erst am nächsten Morgen konnte ich trotz geschlossener Jalousie einen Lichtschein durch das Einschussloch im Zimmer sehen.“ Die alarmierte Polizei fand eine von der Luftdruckwaffe abgefeuerte „Rundkugel“. Den Sachschaden von 1000 Euro übernimmt die Versicherung nicht. „Das ist nicht abgedeckt.“

Einige Meter weiter talwärts nahm der Täter ein Fenster des Hauses 278 ins Visier. „Die Kugel hat das Glas genau in Augenhöhe zersplittert. Wenn ich im Zimmer gewesen wäre und das Projektil beide Scheiben durchschlagen hätte, wäre mir ernsthaft etwas passiert. So habe ich nochmal Glück gehabt, weil ich nebenan auf der Couch geschlafen habe.“ Die Mieterin wohnt erst seit wenigen Wochen an der Parkstraße, doch der Schock sitzt tief. „Ich suche mit eine andere Wohnung. Hier fühle ich mich nicht mehr sicher.“ Aus Angst vor einer möglichen Wiederholung übernachtet sie bei Bekannten. Auch in ihrem Fall beträgt der Sachschaden 1000 Euro. Die Hausverwaltung ist informiert. Hinweise auf den Schützen gibt es nach Angaben von Pusch bislang nicht.- be

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