Das Rennen um den Ida-Gerhardi-Preis

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Originalität und Qualität sind gefragt im Rennen um den Ida-Gerhardi-Preis wie hier die Werke von Lea Kuhl bei der Ausstellung 2016.

Lüdenscheid – Zwischen 80 und 100 Bewerbungen sind mittlerweile in der Städtischen Galerie eingegangen. „Das ist viel“, sagt Galerieleiterin Dr. Susanne Conzen mit Blick auf die Verleihung des Ida-Gerhardi-Preises, „das ist ein begehrter Preis, der da verliehen wird.“

Alle drei Jahre wird der Preis an Kunstschaffende aus Nordrhein-Westfalen übergeben. Auch in diesem Jahr gilt: Die Sparkasse sorgt für das Preisgeld, die künstlerische Hoheit liegt bei der Galerie. Ein paar Kriterien müssen die Künstler erfüllen, aber die Kunstrichtung, mit der sie sich bewerben, spielt keine Rolle.

Wenn am 28. Februar die Bewerbungsfrist endet, beginnt die eigentliche Arbeit: Die Jury kommt am 8. April zum ersten Mal in der Lüdenscheider Galerie zusammen, um aus allen korrekt eingegangenen Bewerbungen zehn Künstler herauszufiltern.

„Dabei geht es um Qualität und Originalität“, so Dr. Conzen, „deswegen ist die Jury auch mit so unterschiedlichen und renommierten Leuten besetzt. Die Jurymitglieder kommen auch aus verschiedenen Kunstgattungen. So eine Sichtung dauert den ganzen Tag, da muss man Transfer üben, aber das gelingt.“ Am 12. Juni trifft sich die Jury erneut. Dann haben die ausgewählten Künstler ihre Exponate bereits aufgebaut.

Conzen: „Dann steht auch der Preisträger fest. Aber der bleibt geheim bis zur Vernissage.“ Eröffnet wird die Ausstellung am 14. Juni. Knapp 2000 Bewerber gab es bislang in der Geschichte des Preises, 210 Künstlern wurde in den vergangenen 15 Jahren die Möglichkeit gegeben, ihre Vorstellung moderner Kunst im Rahmen einer Ausstellung in der Städtischen Galerie zu präsentieren. Erste Preisträgerin war 1990 Claudia Terstappen.

2016 sicherte sich die Südkoreanerin Ail Hwang den begehrten Preis mit ihrer Arbeit „Reconstruction III“. Anhängig waren wie bei jeder Preisverleihung weitere 3000 Euro für die Realisierung einer Editionsarbeit. Die Preisträgerin zeigte unterschiedliche Arbeiten. Mit „Reconstruction III“ entwickelte sie eine Farbfolien-Installation, die auf eine architektonische Besonderheit des Ausstellungsraumes direkten Bezug nahm. In Magenta installierte sie ein Exponat in dem schmalen Gang zwischen dem Galerie-Altbau und dem Neubau, in das sie die großen Fenster mit einbezog. Eine Wandarbeit ohne Titel, bestehend aus drei rechteckigen Reliefplatten aus Styropor, nahm eine Wandfläche des Forums der Galerie ein.

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