Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung

„Scholl“ unter den 20 Besten in Deutschland

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Das Geschwister-Scholl-Gymnasium befindet sich beim Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung bereits unter den 20 besten Schulen Deutschlands.

Lüdenscheid - Unter die 20 besten Schulen Deutschlands hat es das Geschwister-Scholl-Gymnasium schon geschafft. Jetzt gilt es, weitere Prüfungen zu bestehen, um die beste zu werden. „Das ist ein aufwendiges Verfahren, nicht nur ein nettes Gespräch“, sagt Schulleiterin Antje Malycha. „Aber die Freude, an dem Wettbewerb teilzunehmen, überwiegt.“

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis bereits seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung. Seitdem haben sich mehr als 1500 Schulen für den Preis beworben. Für den aktuellen Wettbewerb 2014 waren es nach Angaben von Michael Herm, Pressesprecher der Bosch-Stiftung, 116 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet. „Dazu ist eine sehr umfangreiche Online-Bewerbung notwendig, in der die jeweilige Schulentwicklung der vergangenen Jahre dargestellt werden muss.“ Eine Vorjury aus Bildungsexperten und Praktikern nahm daraufhin bereits eine Begutachtung vor, wonach zunächst 50 übrig blieben, die wiederum durch eine Hauptjury unter die Lupe genommen wurden. Jetzt sind‘s noch 20, die in den nächsten Wochen von Jury-Teams besucht und vor Ort begutachtet werden. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist am Mittwoch und Donnerstag nächster Woche dran.

Dazu werden Gespräche mit der Schulleitung, mit Lehrern, Schülern und Eltern geführt, Unterrichtseinheiten und Projekte besucht. Im Anschluss nominiert die Jury Ende März bis zu 15 Schulen für den Deutschen Schulpreis 2014. Die nominierten Schulen nehmen dann im Juni an einer feierlichen Preisverleihung in Berlin teil. Dort erst werden die Preisträger bekannt gegeben. Der Gewinner erhält laut Robert-Bosch-Stiftung einen Hauptpreis in Höhe von 100 000 Euro, die weiteren Preisträger zusammen nochmals insgesamt 143 000 Euro. Damit sei der Deutsche Schulpreis der höchstdotierte Wettbewerb für Schulen in Deutschland.

Antje Malycha, Leiterin des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution – allesamt anerkannte Kennzeichen für gute Schulqualität.

„Die Kolleginnen und Kollegen zeigen eine hohe Bereitschaft, sich kritisch beobachten zu lassen. Der Austausch mit anderen Schulen ist wichtig, um Eigenes in Frage zu stellen“, sagt Antje Malycha. Jetzt bleibt noch gut eine Woche, um sich auf den Besuch vorzubereiten. „Das ist schon spannend. Wenn es aber nicht klappt, war es auch eine schöne Erfahrung“, nimmt die Scholl-Chefin ein wenig Druck aus dem Kessel.

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