Bewegender Abschied für Mary Sherburne

Mary Sherburne ( 2. von links) wurde von Superintendent Klaus Majoress (rechts) offiziell entpflichtet. Die Pfarrer Holger Reinhardt und Barbara Fahl-Njayou gestalteten den Gottesdienst. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Es wurde viel gelacht am Sonntag im Gemeindzentrum der Erlöserkirche. Dennoch flossen auch Tränen des Abschieds. Denn es war der letzte Arbeitstag für Kirchenmusikdirektorin Mary Sherburne.  

Die Kreiskantorin, Organistin und Leiterin der Heinrich-Schütz-Kantorei und des Lüdenscheider Vokalensembles wird bald die Bergstadt verlassen, um in Osnabrück ihren Ruhestand zu verbringen.

Die offizielle Verabschiedung von Mary Sherburne begann mit einem Gottesdienst in der Erlöserkirche. Dabei leitete sie selbst noch einmal die Heinrich-Schütz-Kantorei. Superintendent Klaus Majoress entpflichtete die Kirchenmusikerin offiziell von ihren Ämtern. Dabei ging er noch einmal auf ihren Werdegang und ihre Verdienste für die Kirchenmusik in Lüdenscheid ein. Zwei „hervorragende, ausgezeichnete“ Chöre habe sie in den vergangenen 32 Jahren aufgebaut, die sowohl das gottesdienstliche Leben der Gemeinde als auch das kulturelle Umfeld bereichern. Für die Versöhnungskirchengemeinde überreichte Pfarrer Holger Reinhardt ein Geschenk.

Persönlich wurden die Worte beim anschließenden Empfang im Gemeindezentrum der Erlöserkirche. Die Liste der Grußworte war lang – entsprechend hatten sich alle Redner zur Kürze verpflichtet. Dazwischen gab es Lieder der Kantorei, deren Melodien wie „Thank you for the Music“ oder ein „Mann, der sich Kolumbus nannt“ zu Ehren von Mary Sherburne mit neuen Texten versehen waren.

Alle Reden waren geprägt von Lob und Dankbarkeit für hervorragende Arbeit, aber auch von der Freude, die Mary Sherburne mit ihrer Musik verbreitet hat. Sowohl Friedrich-Karl Schmidt für die ehemalige Erlöserkirchengemeinde als auch Kulturdezernent Wolff-Dieter Theissen für die Stadt, und Wolfgang Veese als Sprecher der Heinrich-Schütz-Kantorei ergänzten ihre offiziellen Grußworte mit persönlichen Erinnerungen an die Anfangsjahre. Theissen dankte Mary Sherburne auch dafür, dass sie „überaus professionell des Kulturangebot der Stadt mit unzähligen Konzerten“ bereichert habe. Johannes Broxtermann, Pfarrer der katholischen Pfarrei St. Medardus, meinte scherzhaft, er könne es angesichts der hervorragenden Arbeit der Chöre verzeihen, dass inzwischen auch viele katholische Sänger dazu gehören. Im Namen der Sänger und Sängerinnen bedankten sich Christa und Dr. Egbert Cardinal von Widdern bei der Chorleiterin. Auch die hauptamtlichen Mitarbeiter der Versöhnungskirchengemeinde – vertreten durch die Pfarrer Holger Reinhardt und Barbara Fahl-Njayou, Gemeindesekretärin Susanne Gerhardt sowie Küster Wolfgang Tittel – hatten ein persönliches Überraschungsgeschenk

Prof. Friedrich Radermacher, früher Professor an der Musikhochschule Köln, bedankte sich dafür, dass Mary Sherburne einige seiner Werke aufgeführt hat. Prof. Volker Hempfling, Dirigent der Kölner Kantorei, der selbst nicht anwesend sein konnte, ließ Grüße übermitteln ▪ gör

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