„Alter Bekannter“ wieder in U-Haft

Nach ein paar Tagen in Freiheit: Ex-Knacki hält Mann Pistole vor die Nase

Nach ein paar Tagen in Freiheit: Ex-Knacki hält einem Mann in Lüdenscheid Pistole vor die Nase. (Symbolbild)
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Nach ein paar Tagen in Freiheit: Ex-Knacki hält einem Mann in Lüdenscheid Pistole vor die Nase. (Symbolbild)

Ein bewaffneter 42-jähriger Lüdenscheider hat Polizeiangaben zufolge am Dienstagabend auf der Werdohler Straße versucht, einen Passanten zu überfallen. Jetzt sitzt er in U-Haft – schon wieder mal.

Lüdenscheid - Der Tatverdächtige sprach sein Opfer, einen 26-jährigen Lüdenscheider, laut Polizeibericht gegen 19.40 Uhr in Höhe der Bushaltestelle Kreuzweg an und fragte ihn nach Cannabis. Als er sagte, er habe kein Cannabis, verlangte der Täter die Herausgabe des Handys.

Auch das lehnte der Lüdenscheider ab. Da zog der Räuber eine Pistole aus seiner Jacke. Das Opfer flüchtete und rief die Polizei.

Nur elf Tage auf freiem Fuß

Die Beamten kamen dem Gesuchten schnell auf die Spur. Denn der junge Mann kannte den Bewaffneten offenbar und lieferte eine detaillierte Personenbeschreibung. Die passte auf einen „alten Bekannten“, dessen Adresse den Fahndern auch geläufig war.

Denn es handelt sich um den Mann, der sich seit dem 13. November vor der 9. großen Strafkammer des Landgerichts Hagen wegen Drogenhandels in großem Stil und der Herstellung von Amphetamin verantworten muss. Nach dem ersten Prozesstag, auf den er fünf Monate lang in U-Haft gewartet hatte, hoben die Richter den Haftbefehl gegen den Angeklagten jedoch überraschend auf.

Zwei Belastungszeugen, die den 42-Jährigen im Ermittlungsverfahren schwer belastet hatten, lieferten keine verwertbaren Aussagen.

Die Polizisten nahmen den 42-Jährigen, der nur elf Tage auf freiem Fuß gewesen ist, in dessen Wohnung fest. Auf Anregung der Staatsanwaltschaft ordnete das Amtsgericht erneut Untersuchungshaft an. Eine Waffe wurde bei dem Beschuldigten nicht gefunden.

Nun muss er sich wegen des dringenden Tatverdachts der schweren räuberische Erpressung verantworten. Darauf stehen laut Strafgesetzbuch mindestens fünf Jahre Gefängnis. Das Ermittlungsverfahren läuft. Bis zur Eröffnung der Hauptverhandlung in spätestens einem halben Jahr dürfte der Lüdenscheider in U-Haft bleiben. Der Drogenprozess wird am 2. Dezember um 9.30 Uhr im Saal 101 des Landgerichts fortgesetzt.

Mit einer waghalsigen Aktion versuchte ein Rollerfahrer in Lüdenscheid einer Kontrolle durch die Polizei zu entgehen. Eine Verkäuferin einer Bäckerei an der Knapper Straße und die Polizei hatten es in Lüdenscheid mit einem hungrigen Dieb zu tun.

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