Bewährungsstrafe nach Tankstellen-Überfall

LÜDENSCHEID ▪ Mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren zur Bewährung ist gestern vor dem Lüdenscheider Amtsgericht ein 24-jähriger Kubaner verurteilt worden, der am 6. Juni die Aral-Tankstelle an der Talstraße überfallen hatte.

Ein Komplize erhielt ebenfalls eine zweijährige Bewährungsstrafe, ein weiterer wurde nach Jugendstrafrecht verurteilt, da er zum Tatzeitpunkt noch keine 21 Jahre alt war, und bekam ein Jahr und neun Monate zur Bewährung aufgebrummt. Die Anklage lautete auf gemeinschaftlich versuchte schwere räuberische Erpressung, die ein laut Strafgesetzbuch ein Strafmaß zwischen 10 und 15 Jahren zulässt. Die Verteidigung hatte der Lüdenscheider Rechtsanwalt Heiko Kölz übernommen.

Der Kubaner hatte die Kassiererin mit einer Druckluftpistole bedroht und sie zur Herausgabe des Bargelds aufgefordert. Die 33-jährige Lüdenscheiderin hatte sich aber geweigert, den Forderungen nachzukommen, obwohl der Angeklagte einen Schuss abgegeben hatte. Darauf flüchteten die Täter zu Fuß und ohne Beute. Bereits knapp zwei Wochen später waren sie gefasst worden, der Kubaner saß seitdem in Untersuchungshaft. In seiner Wohnung waren die Waffe und die Tatkleidung gefunden worden. Daher bestand gestern auch kein Zweifel an der Tat, die auch nicht abgestritten wurde. Zwar unterzog sich die Kassiererin danach einer psychologischen Behandlung, aber die Folgen für das Opfer seien im Vergleich zu anderen Fällen nicht so gravierend, hieß es am Mittwoch.

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