Bevölkerungsprognose sagt: Lüdenscheid schrumpft weiter

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Bis zum Jahr 2030 wird der Anteil der 80- bis 109-Jährigen in Lüdenscheid um 37,8 Prozent wachsen. Das zeigt die neuste Bevölkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung.

Lüdenscheid - Der Abwärtstrend nimmt Fahrt auf: Die in diesen Tagen veröffentlichte Bevölkerungsprognose der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass die Einwohnerzahl Lüdenscheids in den kommenden 15 Jahren immer weiter zurückgehen wird – um insgesamt 7,6 Prozent. Heute zählt die Bergstadt 72.610 Einwohner. 2020 werden es laut Prognose nur noch 71.140 sein, 2025 69.520 – und im Jahr 2030 liegt die Zahl bei 67.790.

Auf Annäherungskurs gehen der männliche und der weibliche Bevölkerungsanteil Lüdenscheids: Heute sind 48,7 Prozent der Einwohner männlich, 51,3 Prozent weiblich. Bis 2030 wächst der männliche Bevölkerungsanteil auf 49 Prozent, der weibliche sinkt auf 51 Prozent.

Die Bertelsmann-Studie schlüsselt auch die Entwicklung der Altersstruktur in Lüdenscheid genauer auf. Der Trend: Während die Gruppe der 19- bis 24-Jährigen schrumpft, wächst die Zahl der 80- bis 109-Jährigen bis zum Jahr 2030 deutlich an.

Auch wenn diese beiden Kinder wachsen, schrumpft die Zahl der drei- bis fünfjährigen Bergstädter – um 6,7 Prozent.

Die Prozentzahlen im Einzelnen: In der Gruppe der Null- bis Zweijährigen verzeichnet die Prognose bis 2030 einen Rückgang von 5,5 Prozent. Die Gruppe der Drei- bis Fünfjährigen schrumpft um 6,7 Prozent, die der Sechs- bis Neunjährigen um 2,5 Prozent und die der 10- bis 15-Jährigen um 14 Prozent. Mit einem Rückgang von 22,1 Prozent schlägt der Rückgang für die Gruppe der 16- bis 18-Jährigen zu Buche. Die Gruppe der 19- bis 24-Jährigen zeigt das deutlichste Minus – 27 Prozent. Ein Minus von 10,3 Prozent verzeichnet die Bertelsmann-Stiftung in ihrer Prognose für die Gruppe der 25- bis 44-Jährigen, ein Minus von 16,2 Prozent für die Gruppe der 45- bis 64-Jährigen.

Ab 65 geht es dann aufwärts: Um zehn Prozent steigt die Zahl der 65- bis 79-Jährigen – und um 37,6 Prozent die Zahl der 80- bis 109-Jährigen. Damit werden im Jahr 2030 acht Prozent der Lüdenscheider Bürger 80 Jahre und älter sein. Das Durchschnittsalter der Bergstädter steigt damit von 44,4 Jahren (2013) auf 46,5 Jahre (2030).

Während die Zahl der Geburten, gerechnet auf 1000 Einwohner, mit 8,1 bis 2030 keine Veränderung zeigt, wächst die Zahl der Sterbefälle von 11,8 auf 1000 Lüdenscheider im Jahr 2013 auf 13,1 im Jahr 2030.

Zwei weitere wichtige Indikatoren der Prognose sind die Zu- und Fortzüge. Beide Zahlen zeigen einen Abwärtstrend. Während im Jahr 2013 noch 43,2 Zuzüge auf 1000 Lüdenscheider Einwohner entfielen, werden es im Jahr 2030 nur noch 40,9 sein, prognostiziert die Bertelsmann-Stiftung. Die Zahlen zu den Fortzügen: Im Jahr 2013 waren es auf 1000 Bergstädter 44,2 – im Jahr 2030 sollen es 41,1 sein.

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