„Lichtrouten 2013“ mitten in der Vorbereitung

Ein farbenfrohes Bild: Die „Lichtrouten“ 2010.

LÜDENSCHEID - „Also wir sind mittendrin in dem ganz normalen Vorbereitungs-Chaos.“ Bettina Pelz klingt frisch und ausgeruht. Noch. Vermutlich wird das rund um den 7. Oktober des kommenden Jahres nicht mehr so sein. Denn einmal mehr organisiert sie gemeinsam mit Tom Groll die „Lichtrouten“ – vom 27. September bis zum 6. Oktober 2013.

Ein Konzept erarbeitet, Vorschläge für die Standorte, Themen abgesteckt – alles schon gelaufen und dem Stadtmarketing vorgestellt. „Und vor fünf Wochen hatten wir ein richtig schickes Konzept auf die Beine gestellt. Da waren wir schon weiter als wir's jetzt sind.“ Denn „Lichtrouten“ leben nun einmal von den beteiligten Künstlern, von denen bereits der eine oder andere in der Stadt war. Doch sie leben auch davon, dass die Künstler mit den Standorten einverstanden sind, ihre Installationen dort verwirklichen können und nicht zuletzt auch dadurch, dass das Organisationsteam mit den Künstlern zufrieden ist. „Wir schreiben nicht aus“, sagt Bettina Pelz, „wir besuchen Ausstellungen und Veranstaltungen und sprechen dort die Künstler gezielt an. Es gibt inzwischen viele Lichtkonzepte. Aber die Leute, die nach Lüdenscheid kommen, müssen schon was können.“ Nur so lässt sich die Qualität der Kunstwerke für die „Lichtrouten“ garantieren.

Das Minimalprogramm sei gesichert, sagt die Kuratorin, was bedeutet, dass mindestens zwölf Installationen finanziell bereits abgedeckt sind. 2010 waren ein Finanzvolumen von 360 000 Euro abgesegnet worden, um das Image Lüdenscheids als der Stadt des Lichts aufrecht zu erhalten. Stadt, Stadtwerke und Sparkasse sitzen finanziell bereits gemeinsam mit mehreren Sponsoren in einem Boot. „Aber wir wollen natürlich mehr als zwölf Installationen“, schaut Bettina Pelz hoffnungsfroh in Richtung nächsten Herbst und darauf, dass sich noch der eine oder andere Sponsor finden lässt. „mapping“ steht beispielsweise ganz oben auf der Wunschliste der Kuratoren. Dabei überträgt der Künstler das Bild eines Gebäudes in digitale Form, verändert das Modell und projiziert es anschließend wieder auf die entsprechende Fassade.

2010 stand die Industriekultur Lüdenscheids im Mittelpunkt der „Lichtrouten“. Für das kommende Jahr werden die Installationen unter einem anderen Thema und in einem anderen Teil unserer Stadt stehen. Unter welchem und wo genau, das konnte die Kuratorin noch nicht sagen: „Das ist im Moment noch wie ein großes Puzzle. Für uns ist noch lange nicht Weihnachten.“ - rudi

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