Kuratorin Bettina Pelz: „LichtRouten“ 2018 brauchen anderes Konzept

2013 gab es die bisher letzten „LichtRouten“. Das Lichtkunstfestival hat Lüdenscheid in Fachkreisen international bekannt gemacht.

Lüdenscheid - Die Absage der „LichtRouten“ für 2016 bedeutet für das Kuratorenduo Bettina Pelz und Tom Groll ein völliges Umdenken. Wenn das Lichtkunstfestival, wie von der Lüdenscheider Stadtmarketing-Gesellschaft (LSM) angekündigt, in das Jahr 2018 verschoben wird, müsse auch ein ganz neues Konzept her, erklärte Bettina Pelz auf Anfrage der Redaktion.

Dieses müsse in Kombination mit dem 750-jährigen Stadtjubiläum auf jeden Fall auch die Geschichte miteinbeziehen. Die Arbeit an den „LichtRouten“ beginne mindestens anderthalb Jahre vor dem Termin, zwei Jahre seien besser, erklärte Bettina Pelz. Verträge mit Künstlern würden aber immer erst kurzfristig geschlossen, weil die immer ortsspezifisch arbeiten.

Ob die dann fünfjährige Pause dem Renommé des Festivals schaden könne, kann die Kuratorin jetzt noch nicht einschätzen: „Das wissen wir erst 2018.“ Durch den starken Rückhalt der „LichtRouten“ in der Lüdenscheider Bevölkerung sei sie sicher, dass zumindest das örtliche Interesse nicht nachlassen werde. Wie das überregionale, gar nationale und internationale Publikum reagiere, werde sich zeigen.

Lichtrouten 2013 in Lüdenscheid

Lichtrouten Aktion

"Lichtrouten 2010"

Gerade aktuell habe sie erst wieder erfahren, dass die Lüdenscheider „LichtRouten“ international in Fachkreisen sehr bekannt seien und geschätzt würden. Die Absage eines Festivals-Termins sei grundsätzlich kein gutes Zeichen nach außen.

Schade ist die längere Zäsur auch für die selbst, denn „mit jeder Edition wird die Bindung enger“, sagt Bettina Pelz über ihre Beziehung zu den „LichtRouten“. Das Festival ist für die Kuratorin untrennbar mit ihrer beruflichen Entwicklung verbunden. Daher steht sie auf jeden Fall weiter voll dahinter.

Schon unmittelbar nach den jüngsten „LichtRouten“ 2013 hatte Bürgermeister Dieter Dzewas einen nächsten Termin zum Stadtjubiläum ins Gespräch gebracht. Dies hatte der LSM-Aufsichtsrat im Januar 2014 aber verworfen, da der zeitliche Abstand zwischen beiden Terminen für zu groß gehalten wurde. Nun wurden die Karten durch die Schieflage der Enervie AG und deren möglichen Ausfall als Sponsor neu gemischt.

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