"Familienfreundliches Unternehmen"

Betrieb im bergigen MK: Immer mehr Mitarbeiter nutzen E-Bike-Leasing vom Chef

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E-Bike (Symbolbild).

Lüdenscheid – Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Märkischen Kreis bietet seinen 150 Mitarbeitern E-Bike-Leasing an. Die Angestellten verzichten auf einen Teil ihres Gehalts, dafür sind sie umweltfreundlich mobil - und familienfreundlich ist es auch noch. 

„Man reagiert auf jede Familiensituation.“ Die Lüdenscheider Firma ipf electronic, die sich auf Hochleistungs-Sensoren in der Automatisierungstechnik spezialisiert hat, ist kürzlich als eines von 14 Unternehmen aus dem Märkischen Kreis, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt Hagen mit dem Prädikat „Familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet worden.

Jüngste Errungenschaft auf der langen Liste der familienfreundlichen Maßnahmen, für die das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Märkische Region das heimische Unternehmen an der Kalver Straße ausgezeichnet hat, ist ein Job-Rad. 

Marketingleiter Sascha Seeling (links) und Christopher Gierse (kaufmännische Leitung) stelltendie familienfreundlichen Maßnahmen des Unternehmens ipf electronic vor.

Dahinter verbirgt sich günstiges E-Bike-Leasing per Lohnumwandlung und die Übernahme der Versicherungskosten. Wie Marketingleiter Sascha Seeling und Christopher Gierse (kaufmännische Leitung), die die Auszeichnung zusammen mit Marvin Kapp aus der Marketingabteilung des Unternehmens entgegennahmen, auf Nachfrage erläuterten, wird das Angebot gut angenommen. 

Seit Anfang des Jahres, als ipf mit seinem Job-Rad – gedacht als Ausgleich für sitzende Tätigkeit – startete, machten bereits 20 Mitarbeiter davon Gebrauch. Zwei von ihnen entschieden sich sogar für ein Lastenfahrrad, das sich auch für den Transport von Kindern eignet. 

Im Bewerbungsvideo für die Auszeichnung – mit eigenen Mitarbeitern erstellt – waren die betreffenden Familien mit ihren Rädern und Kindern beim Milchholen zu sehen: nicht nur gesund für Groß und Klein, sondern klimaschonend und umweltverträglich obendrein. 

„Wir haben schon immer viel gemacht“, berichten Sascha Seeling und Christopher Gierse im Gespräch über zahlreiche Maßnahmen, mit denen sich das Unternehmen – seit 1982 auf dem Markt – um eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie gekümmert hat. 

Individuelle Arbeitszeiten (Gleitzeitregelung) gehören dazu, aber auch ein Kindergartenzuschuss, ein Zuschuss zur Altersvorsorge und vieles mehr. „Bisher gab es jedoch noch nie die Notwendigkeit, dies auch nach außen zu tragen.“ 

Stichworte wie Fachkräftemangel und Standortvorteil als familienfreundliches Unternehmen bringen beide ins Spiel, um die Gründe für die Teilnahme am Zertifizierungsprozess näher zu erläutern. „Auch das Thema Pflege ist wichtig.“ 

Großen Wert legt das Unternehmen darauf, durch angepasste Arbeitszeiten auf besondere Familiensituationen (Öffnungszeiten von Kindergärten und dergleichen mehr) reagieren zu können. Auch für Führungskräfte gilt die Kernarbeitszeit. „Die haben auch Familie.“ 

Usus ist, dass die Kinder der Mitarbeiter bei gemeinsamen Aktivitäten wie dem Firmenlauf mit dabei sind. „Die Kinder der Mitarbeiter laufen immer mit“, erläutern die beiden leitenden Angestellten. Im eigenen Pavillon besteht anschließend stets Gelegenheit, zwanglos miteinander ins Gespräch zu kommen. „Man geht anders miteinander um, wenn man die Lebenssituation des anderen kennt.“ 

An der Kalve hat das Unternehmen ipf electronic seinen Sitz. Im Oktober zieht der Betrieb in den Gewerbepark Rosmart um. 

Dass im Betrieb, der im Oktober in den Gewerbepark Rosmart umzieht, wenig Fluktuation besteht und viele Mitarbeiter lange Jahre dabei sind, spricht für sich. Vergeben wird das Prädikat seit 2014 vom Kompetenzzentrum mit Unterstützung der agentur mark GmbH, der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe-Ruhr GmbH, des Märkischen Arbeitgeberverbandes und der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen.

Neben den 14 neu zertifizierten Unternehmen wurden 13 weitere erneut zertifiziert – darunter aus Lüdenscheid die IT Südwestfalen AG und der häusliche Pflegedienst Mani. Für den Zertifizierungsprozess müssen die Unternehmen einen Betrag an die ausführende Agentur zahlen. 

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