Betreuung im Freien: Hier soll bald ein Waldkindergarten eröffnen

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Sehen großes Potenzial für einen Waldkindergarten auf dem Areal des Naturschutzzentrums Hof Oelken: Fachdienstleiterin Ursula Speckenbach, Fachbereichsleiter Matthias Reuver, Hans Obergruber (Naturschutzzentrum), Susanne Sondermann (Jugendhilfe- und Bildungsplanung) sowie Architektin Cornelia Amtenbrink.

Lüdenscheid – Die Natur entdecken, den Jahreskreislauf erleben, sich an der frischen Luft aufhalten – die Idee eines Waldkindergartens ist nicht neu. Auch in Lüdenscheid gibt es schon seit Jahren Überlegungen, eine solche Einrichtung in der Natur zu realisieren. Und diese nehmen nun konkrete Formen an.

Wenn die Politik grünes Licht gibt, dann könnte in den kommenden Monaten auf dem neuen Areal des Naturschutzzentrums (NZ) MK, dem Hof Oelken, eine Waldkindergarten-Gruppe entstehen.

Ein Vorhaben, das auch am Dienstag bei den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses auf Zustimmung stieß. Ein entsprechender Prüfantrag wurde im Rahmen des Berichts „Betreuung und Förderung für Kinder – Planungen 2020/21“ erteilt. Gibt auch der Rat grünes Licht, dann kann der Fachbereich die weiteren Planungen in die Wege leiten. 

„Überlegungen für einen Waldkindergarten in Lüdenscheid sind nicht neu“, betonte Fachbereichsleiter Matthias Reuver. „Allerdings genügte es uns nicht, einen Bauwagen auf ein Waldgrundstück zu stellen. Mit der Sanierung des Hofs Oelken durch das Naturschutzzentrum haben sich nun aber ganz neue Möglichkeiten ergeben, die wir auch für den Ausbau von Kita-Plätzen weiter verfolgen möchten.“ 

Zur Erinnerung: Der Verein hatte den Hof in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes Stilleking erworben und damit begonnen, zunächst das Haupthaus kernzusanieren. Geplant sind dort unter anderem die Unterbringung der Geschäftsstelle des NZ, Schulungsräume, Büros und zwei Wohnungen, aber beispielsweise auch ein „grünes Klassenzimmer“. 

„Vor diesem Hintergrund eines Lehrauftrags wäre dies hier ein super toller Standort, der später auch von anderen Einrichtungen der Stadt genutzt werden könnte“, betonte auch Susanne Sondermann (Stabsstelle Jugendhilfe- und Bildungsplanung). 

Vorstellbar sei beispielsweise, dass eine bereits bestehende Holzhütte von der Waldgruppe genutzt würde – allerdings in erster Linie als Schutzraum. „Denn zum Konzept gehört ja, dass die Kinder die meiste Zeit im Freien verbringen“, weiß Fachdienstleiterin Ursula Speckenbach. 

Geplant sei eine Gruppe von 18 bis 20 Kindern ab drei Jahren, die einer bereits bestehenden Kindertagesstätte angegliedert wäre. Möglicher Start könnte im August 2020 sein. Als Träger würde dabei die Stadt fungieren. 

„Wir glauben, dass es eine Nachfrage für einen Waldkindergarten gibt und freuen uns, dass wir auch beim Naturschutzzentrum auf offene Ohren gestoßen sind.“ Und das bestätigte auch Hans Obergruber, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums: „Der Standort ist perfekt – wenn nicht hier, wo dann? Denn wir möchten den Hof ja als Naturerlebnis für alle etablieren.“

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