„Betonwüste“ mit 14.000 Bäumen

Lüdenscheid - Ist Lüdenscheid tatsächlich eine Betonwüste ohne Grün? Kahl und hässlich? Das statistische Jahrbuch der Stadt listet es auf.

Von rund 1200 Hektar städtischem Grundbesitz ist mit aufgerechnet insgesamt 717 Hektar mehr als die Hälfte entweder unbebaut, Bauland, Acker oder Grünland (123 Hektar), dazu kommen Dauerkleingärten (17 Hektar) sowie Wald und Grünanlagen samt Spiel- und Bolzplätzen darin (570 Hektar) sowie Friedhöfe (7 Hektar).

Auf rund 87 Quadratkilometer beläuft sich die Lüdenscheider Gebietsfläche. In der Tabelle „Fläche des Stadtgebietes und Flächennutzung“ nennen die Statistiker die Hauptnutzungsarten der Katasterfläche von rund 8700 Hektar. Daraus ergibt sich: Rund 2450 Hektar davon werden für Gebäude, Sraßen, Parkplätze und Sonstiges verbraucht. Der Rest verteilt sich auf Acker- und Gartenland, auf Wiesen, Wald und Wasser. 220 Kilometer Wanderwege betreut der SGV hier; „Natur erleben“ ist ein wesentliches Argument, das Jahr für Jahr Erholungssuchende in die Bergstadt lockt. Die größte Gruppe seit Jahren: Niederländer. Rund 5000 übernachteten 2011 in Lüdenscheid. Unter den Ausflugstipps für die Gäste führt die Stadt auf ihrer Internetseite eine Baumtour zu 29 „seltenen und außergewöhnlichen Gehölzen im Stadtgebiet“ auf. Auf rund 14 000 Bäume beläuft sich der innerstädtische Baumbestand nach Erkenntnissen der Stadt. Das sagen die Zahlen.

Manche Lüdenscheider sagen etwas anderes. Sie sprechen von ihrer Stadt als Betonwüste. Sagen, in Lüdenscheid sei „kein Grün gewünscht“. Sie sei eine „armselige, die Natur verachtende Provinzstadt“. In der Printausgabe treten wir den fotografischen Gegenbeweis an.

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