Weiterdenken, Illusion, Raum und Zeit

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Gut besucht war die erste öffentliche Führung in der Galerie.

Lüdenscheid - Guten Zuspruchs erfreut sich die Ausstellung „Kunst jetzt“ , die im Rahmen der Vergabe des Ida Gerhardi Förderpreises in der Städtischen Galerie noch bis 9. Februar 2014 zu sehen ist. Gut nachgefragt war auch die erste öffentliche Führung unter der Leitung von Dr. Susanne Conzen, die einen Einblick in Philosophie, Intention und Arbeitsweise der fünfzehn ausstellenden Künstler zu vermitteln versuchte.

So ging es bei Nadine Arbeiters Serie „Leben in der Blase“ um deren ironisierend hinterfragenden sozialkritischen Ansatz, den „Ebenen in der Szene“, hier des Kunstbetriebes „auf den Zahn zu fühlen“. Bei Markus Seiler hob sie hervor, dass er wolle, was die Malerei nicht zu leisten vermöge: die Widerspiegelung von Raum und Zeit. Letztere nahm sie sich auch, um Janine Tobürens Auseinandersetzung mit der abstrakten expressiven Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erhellen und zudem deren figurative Umsetzung einer Tuschezeichnung Sonderborgs zu würdigen. Dabei gehe um das Weiterdenken, künstliche Wiederherstellung. Raum und räumliche Illusion, Architekturen, die Brechung von Funktion und damit auch der Sprache, Kunst die zeitlich begrenzt auf dem Teppich bleibt, konnten bei dem Gang durch die Ausstellung entdeckt werden. Auch den Arbeiten der Förderpreisträgerin 2013, Gesine Grundmann, wurde von den Teilnehmern der Führung große Beachtung geschenkt.

Die Ausstellung „Kunst jetzt“ ist von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. -  usc

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