Befragung im Bürgeramt: Durchweg gute Noten

Wolff-Dieter Theissen (links) und Wolfgang Padur gaben die Umfrageergebnisse im Bürgeramt bekannt.

LÜDENSCHEID ▪ Nicht nur in der Schule lohnen sich gute Noten. Auch die Gesamtnote 1,7 für die Freundlichkeit und Beratungsqualität der Mitarbeiterinnen des Bürgeramtes zahlen sich in Form einer kleinen Leistungsprämie aus.

Ermittelt wurde das Ergebnis, „das sich ganz gut sehen lassen kann“, wie es Fachbereichsleiter Wolff-Dieter Theissen formulierte, während einer zweiwöchigen Umfrage unter Bürgeramtsbesuchern. Jetzt stellten Theissen und Wolfgang Padur, Fachdienstleiter Bürgeramt, Auswertung und Anregungen vor.

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741 Menschen wurden von Auszubildenden im Anschluss an ihren Bürgeramt-Besuch befragt. 293 wollten sich aus unterschiedlichen Gründen nicht beteiligen, bei acht Kunden wurde der Fragebogen wegen Sprachproblemen nicht ausgefüllt. Der durchschnittliche Besucher ist eine Besucherin, berufstätig, unter 30 und will Ausweisfragen klären. Sie fühlt sich gut informiert über das Angebot im Bürgeramt, kennt die Öffnungszeiten und benotet sie mit 1,9. Nach 4,5 Minuten Wartezeit kann sie ihr Anliegen auch beim ersten Besuch erledigen – an einem der Serviceplätze.

Abweichungen vom Durchschnittsergebnis sind es, die die Auswertung interessant machen. Elf Prozent mussten noch einmal wiederkommen, zumeist, weil die Unterlagen unvollständig waren. Mit 1,8 die zweitschlechteste Note erhielt die Wartezone, für die manche Verbesserungsbedarf sehen. Daher finden sich unter „Anregungen“ Stichworte wie: nicht behindertengerecht, Stühle unbequem und zu eng gestellt, freundlicher gestalten, Fernseher, mehr Farbe, Pflanzen und Musik. Mehrfach gewünscht wird mehr Anonymität.

Die Befragung sei letztlich nur eine Momentaufnahme, wissen Padur und Theissen. Nicht regelmäßig durchgeführt, basierend auf Vorschlägen der Hochschule für Verwaltungswissenschaft in Speyer, liefere sie gleichwohl Hinweise für Verbesserungen. Dass beispielsweise Wartezeiten vor den Ferien länger gewesen wären und bei Technikausfall sowieso – das könnten die Interviews nicht abbilden. Aber alles in allem bestätigten sie den Kurs. Und es tut auch den Mitarbeitern gut zu lesen: „Bleiben Sie so bürgernah und freundlich wie Sie sind.“

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