Möbelhaus im Blickpunkt

Woche der Ausbildung: Bürgermeister bei Sonneborn XXXL

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Karin Käppel (3.v.r.), Chefin der Agentur für Arbeit, Arbeitsvermittler Carsten Plate (4.v.r.) und Bürgermeister Dieter Dzewas (r.) waren gestern zu Gast bei „Sonneborn XXXL“. Mit im Bild: Ercan Kalyoncu, Leiter des Hauses (l.), Ausbildungsvertreterin Cordula La Mendola und Abteilungsleiter Issa Oruadia.

Lüdenscheid - Jeden Jugendlichen in Ausbildung bringen und dabei auch jenen eine Chance geben, die auf den ersten Blick vielleicht nicht die „erste Wahl“ sind – dieses Anliegen verfolgt die „Woche der Ausbildung“.

Zugleich möchte sie aufzeigen, welche Möglichkeiten sich auch hinter eher unbekannten Berufen verbergen. Im Mittelpunkt des Lüdenscheider Aktionstages stand dabei am Donnerstag das Möbelhaus „Sonneborn XXXL“.

Zu Gast an der Herscheider Landstraße waren Bürgermeister Dieter Dzewas, Karin Käppel, Chefin der Arbeitsagentur für den Kreis, sowie Arbeitsvermittler Carsten Plate, die im Gespräch mit Gastgeber Ercan Kalyoncu, Leiter des Hauses, und seiner Ausbildungsvertreterin Cordula La Mendola für das Thema Ausbildung warben und sich zugleich über die Situation im Haus informierten.

Und sie zeigten sich erfreut über das, was sie zu hören bekamen: Denn das Unternehmen, das in Deutschland und Europa tätig ist, stelle jedes Jahr etwa 700 neue Azubis in den verschiedensten Berufen ein – mehr als 80 Prozent von ihnen würden laut Kalyoncu später in Festanstellung übernommen. Am Standort Lüdenscheid absolvieren derzeit 16 junge Menschen ihre Ausbildung, drei weitere seien über das Bildungsinstitut Nestor vermittelt worden.

„Wir legen großen Wert auf die Ausbildung, bieten selbst interne Schulungen und Seminare sowie das duale Studium an und möchten die jungen Menschen am Ende im Unternehmen halten“, betonte Kalyoncu. Wie gut das funktionieren kann, verdeutlichte der 23-jährige Issa Oruadia: Mit 16 Jahren hatte er bei Sonneborn angefangen, seine Ausbildung absolviert, in Festanstellung gearbeitet und ist nun zum Abteilungsleiter befördert worden. „Ich werde hier gefördert, aber auch gefordert, und es macht großen Spaß.“

Da nicht jeder Schüler gleich wisse, in welche berufliche Richtung er gehen möchte, seien die Erkundungstage sowie Praktika, darunter die Einstiegsqualifizierung, von großer Bedeutung, betonten Käppel und Dzewas. „Es ist wichtig, jedem Menschen die Chance zu geben, einen Einstieg zu finden – auch ohne Abitur“, betonte Dzewas. Denn viele Fähigkeiten und Fertigkeiten fänden sich auch fernab einer Zeugnisnote, warben die Experten dafür, die Erwartungen zurückzuschrauben. „Die Arbeitgeber müssen jetzt die Weichen stellen.“ Andererseits gehe es auch darum, für Berufe zu werben, die keinen so großen Bekanntheitsgrad haben, „denn auch diese haben heute vielfach an Niveau gewonnen.“

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