Gebäude wurde 1897 erbaut

In bester Lage: Geheimnisvolle Villa im MK steht leer - jetzt ist klar, warum

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Für die Villa an der Staberger Straße 4 arbeitet die Stadt an einem Nutzungskonzept.

Lüdenscheid - Der Kontrast könnte kaum größer sein: Eingebettet zwischen dem denkmalgeschützten, durchaus eindrucksvollen Zeppelin-Gymnasium und dem schnell wachsenden Neubau der Musikschule steht eine scheinbar vergessene alte Villa. Unbewohnt, ungenutzt. Das könnte sich aber ändern.

Sie ist Baujahr 1897, wie die Jahreszahl in einem Stuckrahmen auf dem Giebel verrät. Die Umlage dieses Hauses Staberger Straße 4 wird derzeit als Teilelager für den Neubau nebenan genutzt. Aus der niedrigen Bruchsteinmauer, die das Grundstück zum Bürgersteig hin abgrenzt, lösen sich Steine und drohen auf den Bürgersteig zu rutschen.

Das Haus selbst steht leer. Ein vertrockneter Efeuzweig ist im Oberlicht stecken geblieben, die Schmuckspitze auf dem Dach neigt sich deutlich zur Seite. Im umfunktionierten Vorgarten jedoch beweist eine gelbe Rose, dass selbst hier noch etwas Blühendes entstehen kann. 

Tatsächlich werde an einem Nutzungskonzept gearbeitet, sagt Stadtsprecher Sven Prillwitz auf Nachfrage. Da beide Gymnasien Raumbedarf angemeldet hätten, solle ein entsprechendes Konzept für die städtische Immobilie geprüft werden. Das alte Haus mit der aufwendig gestalteten Front wendet seine schmucklose Rückseite den Schulhöfen der Gymnasien zu.

Villa gehört seit zehn Jahren der Stadt

Die Villa entstand sieben Jahre nach der Fertigstellung des Zeppelin-Gymnasiums und gehört seit rund zehn Jahren der Stadt. Damals habe man das Gebäude von den Lüdenscheider Wohnstätten (Lüwo) übernommen, so Prillwitz. Ende 2018/Anfang 2019 sind demnach die letzten Mieter aus dem Mehrfamilien-Wohnhaus ausgezogen. Seitdem steht es leer.

Noch sei der Plan für die künftige Nutzung nicht konkret, aber: „Die Schulen haben Bedarf.“ Sanierungsbedarf gibt’s ebenfalls, der Umfang ist noch nicht ermittelt. Instandhaltung ist das Gebot der Stunde: „Das Dach ist dicht, die Heizung funktioniert.“ Das reicht, um den Bau durch den Winter zu bringen.

Einen anderen Extra-Raum sollen die Gymnasien aber schon zum neuen Schuljahr nutzen können: Dann will die Stadt das Loher Waldhäuschen wieder betriebsbereit haben. Dort hatte bekanntlich 2019 ein massiver Wasserschaden für eine langwierige Sanierung gesorgt. Die Folge: monatelange Trocknung, neuer Innenanstrich sowie Austausch beschädigter Teile.

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