Bestechungs-Prozess geht in nächste Runde

Lüdenscheid - Einer der aufwändigsten Wirtschafts-Strafprozesse der vergangenen Jahre geht am Dienstag in eine neue Runde. Auf der Anklagebank im Landgericht Hagen sitzt ein 61-jähriger Kaufmann aus Lüdenscheid, der als Bauträger für seine Kunden die Fälschung von Förderanträgen an die NRW-Bank initiiert haben soll.

Als Komplize gilt nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ein 60-jähriger Mann, der als Bediensteter des Märkischen Kreises die Förderanträge durchgewunken und pro Förderzusage 500 Euro als Bestechungsgeld kassiert haben soll.

Angeklagt ist außerdem der Geschäftspartner (60) des Bauträgers. Er soll sich als Wirtschaftsberater betätigt, mit Kunden des Bauträgers bei Banken getürkte Kontoauszüge vorgelegt und damit mehr Eigenkapital als vorhanden vorgetäuscht haben.

Auch die 51-jährige Gattin des Bauträgers muss sich verantworten. Sie soll die Vollstreckung von Vermögensabschöpfungen durch Ermittlungsbehörden vereitelt haben, indem sie sich Haus und Grundstück von ihrem Mann hat überschreiben lassen.

Die Hauptverhandlung wird um 9 Uhr im Saal 101 fortgesetzt.

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