„Verbesserte Anbindung zwischen City und Bahnhof“

15 Bäume für neuen Fußweg zwischen City und Bahnhof gefällt

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Die Situation im Überblick: Durch den Grünstreifen unterhalb des Kirchheim-Parkplatzes soll künftig ein Fußweg führen. Dafür wurden jüngst 15 Bäume gefällt. - Fotos: dt

Lüdenscheid - Die Anbindung zwischen City und neuem Bahnhofsquartier soll verbessert werden. Deswegen sprach die Kettensäge: Arbeiter haben in den vergangenen Tagen rund 15 von circa 40 Bäumen auf dem Grünstreifens unterhalb des Kirchheim-Parkplatzes gefällt.

Rechtzeitig vor Beginn des Vogelnistschutzes im März. Mit dem Schwinden der Gehölze setzt sich der Wandel in der Lüdenscheider Innenstadt fort. So soll durch das Grünstück künftig ein Fußweg von der Martin-Niemöller-Straße in Richtung Bahnhof führen. 

Alter Gehweg nicht mehr angemessen

Zu Fuß gelangt man zwar auch derzeit durchaus vom Zentrum zum Bahnhof. Der aktuelle Gehweg entlang der Niemöller-Straße bis zur alten Villa neben der Polizeistation gilt Lokalpolitikern und Verwaltung vor dem Hintergrund des Stadtumbaus aber als nicht mehr angemessen. 

„Repräsentativ und großzügig“

„Repräsentativ und großzügig“ soll sich die Szenerie künftig darstellen. Mit diesen Worten hatte ein Vertreter des mit der Projekt-Ausarbeitung beauftragten Essener Planungsbüros DTP das Vorhaben dem Lüdenscheider Planungs- und Umweltausschuss im November 2015 vorgestellt. Bei den Ausschussmitgliedern stieß das Konzept damals auf grundsätzliches Wohlwollen.

Anderes Meinungsbild im Internet

Anders das Meinungsbild im Internet. Infolge der LN- Berichterstattung über das Thema hatte sich dort eine recht muntere Bürger-Diskussion entwickelt. Deren Tenor: Der neue Fußweg sei überflüssig, weil bereits ein Gehweg existiere, die Stadt verplempere mit dem Projekt nur Geld. Wie auch immer, der neue Fußweg soll mit einer Breite von drei Metern durch einen „lichten Baumbestand“ am Kirchheim-Parkplatz vorbei bis zu besagter Villa führen. Die Beseitigung von Unterholz und ein Lichtkonzept sollen das Sicherheitsgefühl der Passanten steigern. So die Gedanken der Verwaltung.

Noch kein genauer Zeitplan

Der genaue Zeitplan für die Realisierung des Projekts steht noch nicht. Das teilte Hans Jürgen Badziura, städtischer Fachdienstleiter für die Bereiche Umweltschutz und Freiraum, auf LN-Nachfrage mit. Die Kosten für die Maßnahme sind allerdings beziffert. Sie belaufen sich laut Badziura auf 180 000 Euro. 90 Prozent des Betrags sind durch Fördergelder abgedeckt, den Rest muss die Stadt selbst bezahlen.

Trafo-Häuschen bleibt erhalten

Die Verbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof soll mit dem neuen Fußweg künftig „barriereärmer als bisher“ sein. So die Formulierung Badziuras. Eine Steigung sei angesichts der Topographie hier indes auch künftig nicht zu vermeiden. Das Trafo-Häuschen unten am Weg steht unter Denkmalschutz und soll erhalten bleiben.

Und der bisherige Gehweg an der Straße? „Der wird zurückgebaut“, so Badziura.

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