Besondere Auszeichnung bei den Wirtschaftsjunioren

Landesvorsitzender Oliver Ostmann (links) überreichte die goldenen Juniorennadel nebst Urkunde an Jens Braeuker. Stefan Klotz, André Schiffner, Claus Hegewaldt und Matthias Bittern (von links) freuten sich mit. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Überraschung für Jens Braeuker: Beim Jahresempfang der Wirtschaftsjunioren und des Wirtschaftskreises Lüdenscheid wurde er mit der Goldenen Juniorennadel, der höchsten Auszeichnung der Vereinigung innerhalb Deutschlands, geehrt.

Von den mehr 200 Gästen gab es dafür viel Beifall. Landesvorsitzender Oliver Ostmann überreichte Nadel und Urkunde bei der Veranstaltung in der neuen Produktionshalle der Firma Metoba.

Ausgezeichnet wurde Braeuker unter anderem für seinen Einsatz in Leitung und Organisation des NRW-Juniorentages, den Ostmann bereits in seinem Grußwort wiederholt als eine herausragende Veranstaltung gelobt hatte: „Dass ihr Feste organisieren könnt, habt ihr am 11. November bewiesen.“ Überhaupt sparte der Landesvorsitzende nicht mit lobenden Worten für den seiner Meinung nach sehr engagierten Lüdenscheider Juniorenverein. Auch der Empfang sei einer der „schönsten und größten“, die er dieses Jahr besucht habe. Darüber hinaus nannte Ostmann Aktivitäten wie das Forum Fabrik der Zukunft als Beispiele für die regen und besonderen Aktivitäten: „Liebe Lüdenscheider, ich danke euch für euer Engagement.“

Auch Bürgermeister Dieter Dzewas dankte den Wirtschaftsjunioren, weil sie sich im November als gute Gastgeber für den Landesverband erwiesen hätten: „Ich hoffe, dass einige der Gäste den Weg wieder nach Lüdenscheid finden.“ Der Bürgermeister betonte, dass er als Stadtoberhaupt „keine Wohltaten“ verkünden könne. Er nannte das Sparpaket, das der Stadt bevorsteht, „eine Liste der Grausamkeiten, die wenig Begeisterung hervorrufen wird“, egal wann sie nun veröffentlicht werde.

„Eine Menge Lobbyisten, egal von welcher Seite“ werden, so Dzewas, ihren Unmut kundtun. Aber die Sparmaßnahmen „sind nötig, um uns Perspektiven zu verschaffen.“ Ziel sei es, in der Zukunft Investitionen wieder freier gestalten zu können, beispielsweise in der U3-Betreuung. Aber auch ökologisch und okönomisch sinnvolle Projekte wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik sollten eigentlich so schnell wie möglich umgesetzt werden, „aber das können wir nicht.“ Auch auf das schlechte Abschneiden Lüdenscheids und des Kreises bei Bildungsstudien ging der Bürgermeister ein: Um das Bildungsniveau wieder wettbewerbsfähig zu machen, „brauchen wir Freiheit für Investitionen.“

Für das gastgebende Unternehmen ergriffen die beiden geschäftführenden Gesellschafter Thorsten Hering und Dr. Sven Hering das Wort. Letzterer ging unter dem Titel „Von der Kleintierhaltung zu ‚Veredeln in Perfektion‘“ zunächst kurz auf die Geschichte der Firma ein, die er gemeinsam mit seinem Bruder in der dritten Generation leitet. Sein Großvater habe dereinst im Kaninchenstall begonnen. Gestern nun waren die Besucher in der neuen Produktionshalle zu Gast, die mit rund drei Millionen Euro die teuerste Einzelinvestion der Unternehmensgeschichte sei. In den nächsten Jahren soll noch einmal die gleiche Summe in den Ausbau der bis jetzt noch nicht genutzten Räume der Halle fließen. Über die Produkte von Metoba informierte Thorsten Hering.

Für die Junioren selbst übernahm der ehemalige Sprecher Matthias Bittern die Begrüßung der Gäste und die Moderation. Sein Nachfolger Stefan Klotz kündigte an, dass er einen seiner Schwerpunkte auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf legen möchte. Außerdem stellte er das Programm für das laufende Jahr vor.

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