Besoffener muss Führerschein abgegeben - danach ignoriert er rote Ampeln

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Symbolbild

Lüdenscheid - Mit einem laut Polizeibericht „erschreckenden Ergebnis“ verliefen am Wochenende Schwerpunktkontrollen des Verkehrsdienstes der Polizei.

Die Beamten richteten ihren Fokus in der Zeit von Freitag, 20 Uhr, bis Samstag, 4 Uhr, auf Verkehrsteilnehmer, die unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen unterwegs waren.

Worthstraße 

Die Polizisten wollten einen 54-Jährigen auf der Worthstraße stoppen und kontrollieren. Der Fahrer signalisierte zunächst die Bereitschaft zum Anhalten, trat dann aber aufs Gaspedal und flüchtete über die Reckenstraße in Richtung Kluser Platz. Wenig später fanden die Verfolger den Mann an der Thünenstraße, wo er seinen Audi gerade in einer Sackgasse abgestellt hatte. Er versuchte, zu Fuß zu verschwinden, wurde aber eingeholt und gefesselt. Es stellte sich heraus, dass er seinen Führerschein wegen „zu vieler Punkte“ bereits hatte abgeben müssen. 

Gasstraße 

Auf der Gasstraße erwischten die Beamten des Verkehrsdienstes einen 17-jährigen Lüdenscheider mit einem Kleinkraftrad und nahmen eine technische Kontrolle vor. Der junge Mann ist im ersten Monat in einer Kfz-Mechatroniker-Ausbildung und hatte zwei Drosselungen an seinem Roller entfernt, um schneller fahren zu können. Doch der „Schrauber“ war lediglich im Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung. 

Sauerfeld 

Ein 18-jähriger Lüdenscheider auf der Sauerfelder Straße wies „typische Auffälligkeiten“ auf. Da er einen Drogenvortest nicht akzeptierte, musste er mit zur Wache, wo ihm eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt wurde. 

Fast zeitgleich fiel ein betrunkener Golf-Fahrer (46) aus Kierspe auf, dessen Vortest einen Wert von 1,1 Promille ergab. Kurze Zeit später sahen die Polizisten den Golf des Kierspers erneut auf dem Sauerfeld. Nachdem der Fahrer zwei Kreuzungen bei Rotlicht passierte, wurde er auf der Kölner Straße gestoppt – am Steuer schon wieder der betrunkene 46-Jährige. 

Zu seiner „Überraschung“ musste er abermals auf der Wache eine Blutprobe abgeben. Gegen ihn wurden weitere Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Um eine erneute Weiterfahrt des Fahrers zu verhindern, wurde der Zündschlüssel sichergestellt. 

Der Kiersper reagierte laut Polizeibericht „aggressiv und uneinsichtig“ und zeichnete das Gespräch mit dem Beamten zunächst unbemerkt mit seinem Mobiltelefon auf. Da es sich hier um nicht öffentliche Kommunikation handelte und der Verdacht einer Straftat bestand, beschlagnahmten die Polizisten das Telefon. 

Mängel 

Bei dem Schwerpunkteinsatz fielen zudem technische Mängel wie abgefahrene Reifen auf – darüber hinaus wurden vier Fahrer verwarnt, weil sie nicht angeschnallt waren. Der Verkehrsdienst kündigte zeitnah weitere Schwerpunktkontrollen an.

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