Berliner Bär vergoldet gute Zusammenarbeit

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LÜDENSCHEID - Der goldene Bär ist leicht, wiegt aber schwer: Die Berliner Symbolfigur hat nun offiziell ihren Wohnsitz im Kunststoffinstitut an der Karolinenstraße. Damit zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Institut als Beispiel für herausragende Arbeit von Wirtschaftsnetzwerken in Regionen aus. Das bringt Südwestfalen unter die fünf besten und innovativsten Regionen Deutschlands.

Goldglänzend, aber leicht – das wies auf das beherrschende Stichwort der Redner hin, die sich aus ihren jeweiligen Blickwinkeln zu Effizienz und Innovationskraft äußerten. Denn Materialeffizienz, so betonte es Ministerialrat Thomas Zuleger aus Berlin bei der Preisübergabe, wirke direkt auf den größten Kostenblock im Gewerbe.

Die Erkenntnis vertiefte anhand konkreter Beispiele Udo Hinzpeter, Geschäftsführer der Forschungstransferstelle im Kunststoffinstitut. Weniger Materialeinsatz bedeute reduzierte Zykluszeiten, gewährte er den Gästen aus Politik, Wirtschaft und Stadt einen Einblick in die Praxis der Kunststoffverarbeitung. Auch Beratung gehört zu den Institutsaufgaben, wobei herauskommen kann, dass ein Betrieb innerhalb weniger Monate 90 000 Euro Abfallkosten sowie tonnenweise Material einsparen könne, wenn er das Verfahren modernisiere.

Wie modern, effizient und innovativ die Stadt mit ihren Aktivitäten ist, das zeigten Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, und Bürgermeister Dieter Dzewas abschließend auf. „Gemeinsam zu arbeiten und gemeinsam auch Erfolge zu haben, das tut gut“, befand Glaser und verwies auf die „Zusammenarbeit zwischen den Kleinen und den Großen“. Das sei es tatsächlich, „was uns auszeichnet“. Rekordverdächtige 142 Weltmarktführer in NRW sowie 53 Prozent Waldfläche – hier sei „alles echt“, beschwor er das Werbemotto der Region. Die will durch die insgesamt rund 280 Millionen Euro starke Südwestfalen-Förderung nicht zuletzt den Bevölkerungsschwund aufhalten.

Udo Hinzpeter (links) verwies auf die Beraterqualitäten des Instituts, die es etwa durch Go-Inno-Gutscheine auch vergünstigt gebe.Dirk Glaser (rechts) pries die Vorzüge der Region Südwestfalen.

 25 Millionen Euro davon flossen nach Lüdenscheid. Keine Kleinigkeit, beonte Dieter Dzewas. Doch alle Wünsche können damit nicht erfüllt werden, zumal natürlich weiterhin innovative Ideen verwirklicht werden sollten. Er verwies auf das vom Kunststoff-Institut geplante Polymer-Trainingscenter, das 2015 stehen soll und meinte mit Blick auf die anwesenden Landtagsabgeordneten: „Damit es nicht bei einem stilisierten goldenen Bären bleibt: Von euch in Düsseldorf wäre uns ein Scheck auch sehr sympathisch.“ - sum

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