Mord am Hellweg

Ule und Hansen lesen in der Sparkasse

Astrid Ule und Eric T. Hansen lesen nächsten Dienstag im Sparkassen-Theater.

Lüdenscheid - Kunigunde beschwert sich nicht mehr über den Regen in Lüdenscheid. Das hat einen ziemlich einfachen Grund: Sie ist tot. Erschlagen und in einer Regentonne auf Wasserwegen, die heute lange vertrocknet sind, ins Rahmedetal getrieben. Henker Lünsch macht sich auf Geheiß Graf Engelberts I. auf die Suche nach dem Mörder.

„Kunigunde beschwert sich nicht mehr über den Regen in Lüdenscheid“ ist der Titel der mörderischen Kurzgeschichte, die das Autorenpaar Astrid Ule und Eric T. Hansen zur Anthologie „Mord am Hellweg IX - Henkers.Mahl.Zeit“ beigesteuert haben. Und mehr wird vom Inhalt des gruseligen Ablebens der schönen Gräfin Kunigunde an dieser Stelle nicht verraten.

Das Autorenpaar Ule-Hansen wird die Geschichte am Dienstag, 18. September, ab 19.30 Uhr selbst im Theater der Sparkasse vorlesen. Die Wahl-Berliner sind die ersten, die im Rahmen des Festivals „Mord am Hellweg“ in Lüdenscheid lesen. Lüdenscheid haben sich die beiden sympathischen Autoren nicht ausgesucht.

Die Örtlichkeit, in der sich die Bluttat abspielt, wird den Autoren der Anthologie zugelost. Im Jubiläumsjahr der Stadt war den beiden spätestens nach ihrem Besuch in der Bergstadt klar: Die Geschichte wird Bezug auf das Stadtjubiläum nehmen. Lüdenscheid ist bereits wiederholt in den Anthologien zu Europas größtem Krimifestival aufgetaucht. Hier wurde ausgesprochen blutreich am Bremecker Hammer und zum Zuckerfest gemordet, ein betagter Lüdenscheider aus dem Rotlichtmilieu um die Ecke gebracht, ebenso ein Immobilienhai.

22 mörderische Kurzgeschichten umfasst die Anthologie. Eingeworben wurden renommierte Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie besuchen lange vor dem Erscheinen des Taschenbuches die ihnen zugeloste Stadt und recherchieren. In aller Regel ist eine Leiche Pflicht. Wie viele Leichen am Ende den Hellweg pflastern, können Krimifans seit gestern zählen. Denn die lang erwartete Anthologie ist auf dem Markt zu haben.

Namhafte Autoren wie Bernhard Aichner lassen beispielsweise in Erwitte mit einer Pinkbox aus Beton die Schatten der Vergangenheit aufleben. Thomas Krüger mordet mit Sahne in Bad Sassendorf, Frank Goldammer in Iserlohn. Simone Buchholz sucht in Dortmund einen mörderischen Tatort, Krischan Koch, beliebt durch seine Nordfriesen-Krimis um Polizeiobermeister Thies Detlefsen aus Fredenbüll, lässt seinen Kurzkrimi in Hagen spielen. Astrid Ule und Eric T. Hansen, gefeiert für ihren Thriller „Neuntöter“ haben auf Einladung der Volkshochschule Lüdenscheid im Sparkassentheater auch den Nachfolger „Blutbuche“ im Gepäck, erschienen im Mai.

Karten für die Lesung kosten im Vorverkauf bei Thalia 14,90 Euro, ermäßigt 12,90 Euro. An der Abendkasse müssen 18,90 Euro (16,90 Euro) bezahlt werden.

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