Gurken und Rotkäppchen hinter der Mauer

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Das Theater Strahl zeigt "Berlin, Berlin", geboten werden Gespräche und ein "Ostalgie-Buffet".

Lüdenscheid – Für Ingo ist die Berliner Mauer alles andere als ein „Wimpernschlag der Geschichte“. 1961, am Tag des Mauerbaus geboren, wird die Errichtung des „Antifaschistischen Schutzwalls“ sein gesamtes Leben in Ost-Berlin bestimmen.

Auf seinen Vater wartet er vergebens, denn der lebt längst mit einer neuen Familie in West-Berlin, seine Mutter schweigt und verdrängt, und sein Heimatland mauert sich immer weiter ein. Das Theater Strahl zeigt am 6. November die Inszenierung „Berlin, Berlin“ im Kulturhaus (19.30 Uhr).

Vier Theaterautoren aus Ost und West, geboren vor- und nach der Wende, haben den Text zu „Berlin Berlin“ in kollektiver Arbeitsweise entwickelt. Sie erzählen eine bewegende Familiengeschichte über das Leben in einer geteilten Stadt und fragen nach dem Sinn von Mauern – auch heute. 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal.

Eine thematische Einführung in Kooperation mit der Fernuni Hagen beginnt im Vorfeld der Inszenierung um 17 Uhr im Roten Saal: „1989 – Mauerfall und Wende als biografischer Umbruch“, ein Vortrag mit Filmsequenzen von Prof. Dr. Arthur Schlegelmilch (Fern-Uni Hagen). Die Kulturhausgastronomie wird von vielen Lüdenscheidern vermisst. Seit der Spielzeit 19/20 stellt das Kulturhaus in Zusammenarbeit mit der Fleischerei Geier eine sinnliche Verbindung her zwischen Theaterabend und Gastronomie.

Um 18.30 Uhr eröffnet am 6. November das „Ostalgie-Buffet“. Neben Spreewaldgurken und Rotkäppchen-Sekt gibt es Herzhaftes und Süßspeisen aus ostdeutscher Küche. Vorbestellungen für das Buffet werden beim Kartenkauf an der Theaterkasse oder durch die Fleischerei Geier (Tel. 0 23 51/67 63 00) entgegengenommen. Der Preis pro Person: zehn Euro.

Im Anschluss an die Inszenierung beginnt gegen 21.15 Uhr im Roten Saal ein Nachgespräch mit den Schauspielern des Theater Strahl. Im moderierten Dialog ist Platz für gemeinsame Reflexion und alle offenen Fragen: Von: „Wie wurde das Theaterstück produziert?“ über „Wie haben die Lüdenscheider die Wende erlebt?“ bis hin zu „Welche Rolle spielt die Wende für die Menschen heute?“

Zur Vorbereitung für Schulklassen und Gruppen bietet das Kulturhaus Einführungen durch Zeitzeugen der Wende an. Die Zeitzeugenbesuche sind für Schulklassen kostenlos und werden koordiniert durch die Produktionsassistentin des Kulturhauses. Anmeldungen nimmt Laura Wieczorek unter Tel. 0 23 51/171 592 (Mail: laura.wieczorek@luedenscheid.de) entgegen. Für die Veranstaltung „Berlin Berlin“ gibt es noch Karten zu Preisen zwischen 13 und 18,50 Euro plus zehn Prozent Vorverkaufsgebühr an der Theaterkasse des Kulturhauses und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse. Dort gilt ein erhöhter Eintrittspreis.

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