STL berichtet über Austausch-Programm von Sparleuchten

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Großflächig tauscht die Stadt derzeit die energiefressenden Leuchten an ihren Straßenlaternen im gesamten Stadtgebiet aus.

LÜDENSCHEID - 245.000 Euro an Energiekosten hat die Stadt bisher durch den Austausch von Stromfressern seit 2011 gespart – das entspricht 1,16 Millionen Kilowattstunden. Weniger Ausgaben bedeutete dies allerdings nicht: Der explodierende Strompreis, der seit 2008 um 80 Prozent kletterte, fraß alles wieder auf.

Immerhin konnten so die Mehrkosten aufgefangen werden. Über das laufende Austausch- Programm informierte Yvonne Schubert, die beim STL dafür zuständig ist, am Donnerstagabend den Werksausschuss.

Dabei machte Yvonne Schubert auch auf ein Informationsangebot der Stadt aufmerksam: Auf deren Homepage stehen alle Straßenzüge mit insgesamt 2.000 Leuchten, die im laufenden Jahr an die Reihe kommen. Ebenfalls aufgelistet sind die Straßen, deren Beleuchtungsanlagen bereits ausgetauscht wurden.

Im Mai, sagte Schubert, seien jetzt die Hochstraße und die Werdohler Straße dran, wobei hier auch sämtliche 52 Laternenmasten auszutauschen seien: „Das wird etwas aufwändiger.“ Ab dem Bräuckenkreuz werde neu montiert, wobei es hier nicht um LED-Leuchten gehe, sondern um andere Energiesparer.

Mit dem LED-Programm erlebte die Stadt unterdessen eine Enttäuschung. Die modernen Leuchten wurden bisher auf Antrag durch das Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie den Projektträger Jülich (PtJ) zu 40 Prozent gefördert. 2011 und 2012 konnte die Stadt damit 820 LED-Leuchten deutlich billiger erhalten. Ausgerechnet jetzt aber, da in weitere 1.700 dieser Leuchten zum Einbau anstehen, betrug die Förderung nur noch 20 Prozent.

Auf Nachfrage erfuhr Schubert dazu in Jülich, dass die große Zahl der Anträge aus den Städten für diese Verminderung des Fördersatzes gesorgt hatte: „Die sind regelrecht überrollt worden.“ Ein dritter Antrag für 300 LED-Leuchten laufe gerade, auch hier sei mit der nur 20- prozentigen Förderung zu rechnen. „Als wir noch die volle Förderhöhe hatten, konnte die Stadt ihren Anteil noch nicht für alle Leuchten aufbringen“, erläuterte die Fachfrau des STL, warum man jetzt in den sauren Apfel beißen und für mehr als zwei Drittel der Laternen den höheren Eigenanteil berappen muss. Damals habe man allerdings auch nicht ahnen können, dass die Förderquote halbiert würde.

Bis September warten müsse der STL wegen des ausstehenden Förderbescheides auch auf den Austausch der 241 „Goldfischgläser“, die etwa noch an der Knapper Straße hängen. Der Grund: Ohne Bescheid darf nichts bestellt werden.

Dass das Programm trotzdem auf Hochtouren läuft, ist auf der Stadtseite im Internet zu erkennen: Wer dort als Suchbegriff „Klimaschutzinitiative Straßenbeleuchtung“ eingibt, erhält von der Alemannenstraße bis Zur Schönen Aussicht alle Vorhaben für 2013. Und zusätzliche Informationen – etwa die, dass bis Ende 2012 schon 1700 Leuchten ausgetauscht wurden. Oder dass das Einsparziel bis zum Auslaufen im Jahr 2015 bei 60 Prozent des Energieverbrauchs vor dem Start des Programms liegt.

Dazu zählt, wie berichtet, auch die Möglichkeit, die neuen Leuchten zu dimmen. Anlass war indes ein Gesetz. Es besagt, dass die 3.500 Quecksilber-Dampflampen in Lüdenscheid, die gut ein Drittel aller Leuchten imStadtgebiet ausmachten, ab 2015 verboten sind. Auch andere Energiefresser, die 40 Prozent der Beleuchtung ausmachten, dürfen nicht länger verwendet werden. - Thomas Hagemann

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