Bergstadtgymnasium zeigt „Carpe Diem“

Die BGL-Schüler proben derzeit noch für die Aufführung.

LÜDENSCHEID - 1989 brachte der australische Regisseur Peter Weir mit dem „Club der toten Dichter“ einen Film in die Kinos, der nicht unumstritten ist.

Das „bretterhaus ensemble“, die Theater-AG des Bergstadt-Gymnasiums, ha sich der Thematik der „toten Dichter“ angenommen und bringt mit „Carpe Diem“ in der kommenden Woche das jährliche Theaterstück auf die Bühnenbretter des Kulturhauses. „Wir haben im vergangenen Jahr ein Musical und davor ein Theaterstück produziert“, möchte Theaterpädagogin Julia Pütz auch künftig einmal im Jahr mit ihren Schülerinnen und Schülern ein Stück zeigen. Gemeinsam mit Cornelia Meißner proben die jungen Schauspieler bereits seit letztem August für das Stück.

Der „Club der toten Dichter“ entspringt in der BGL-Fassung allerdings nicht einem elitären Jungen-Internat in den Bergen von Vermont, sondern wurde von Helga Bothe in das traditionsreiche gemischte Gymnasium Hellental verwandelt. „Sie hat das Stück umgeschrieben und an die Lüdenscheider Verhältnisse angepasst“, ist Julia Pütz der Pädagogen-Gattin dankbar für die Hilfe. So findet sich der Zuschauer im Literaturunterricht des Dr. Kiefer wieder, der ungewöhnlich unkonventionell das Freidenkertum propagiert. Die Begeisterung bei den Schülern ist groß, der „Club der toten Dichter“ wird zum Leben erweckt. Hauptakteur Nils Pertschi ist dabei so begeistert, dass er entgegen des erklärten Willens seines Vaters die Rolle des Puck in der Schulaufführung des „Sommernachtstraums“ übernimmt. Der Vater will die angestrebte Karriere für seinen Sohn sichern und ihn in einem Internat unterbringen – Nils ist völlig verzweifelt. Die Mitglieder der Theater-AG besuchen die Stufen 9 bis 12 und werden bei ihren Aufführungen Shakespeares „Sommernachtstraum“ in Kostümen verwirklichen.

„Carpe Diem“ wird am Mittwoch, 11. Mai, sowie am Donnerstag, 12. Mai, jeweils um 19.30 Uhr im verkleinerten Saal des Kulturhauses aufgeführt. Die Premiere am Mittwochabend ist so gut wie ausverkauft, Karten gibt es allerdings noch für Donnerstagabend. „Mir sind zwei bestens gefüllte Vorstellungen lieber als fünf, die vielleicht nicht voll werden“, bleibt Julia Pütz realistisch und hofft auf gut 200 Zuschauer an beiden Tagen. Ihr Dank gebührt dem Team des Kulturhauses: „Die sind da völlig problemlos und kooperationsbereit.“ Der Eintritt kostet für Erwachsene zehn Euro, für Schüler fünf und die Familienkarte 20 Euro. Tickets gibt es am Bergstadt-Gymnasium und an der Theaterkasse des Kulturhauses. - rudi

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