Bergstadt-Stiftung: Hallengeschichte und „Kult“

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Vortrag vor der LSG: In Ausstellungsvitrinen waren Schmuck und weitere Produkte der Kult-Kollektion zu sehen.

Lüdenscheid - Sie kennen ihre Halle gut, die LSG-Schützen. Und doch: Der Vortrag von Friedrich-Karl Schmidt zur „Geschichte im Zeitraffer“, garniert mit vielen historischen und aktuellen Bildern, hielt selbst für sie noch Überraschungen parat.

Gerade auf die enge Verbindung des Baus zu den Bürgern der Stadt ging der frühere LSG-Oberst ein. Die Menschen, die quer durch alle Berufe und Schichten ihren gemeinsamen Wunsch nach einer repräsentativen Festhalle Ende des 19. Jahrhunderts in beeindruckender Geschwindigkeit umsetzten, hätten dafür 283.000 Goldmark aufgebracht. Grundsteinlegung am 25.5.1899 und bereits am 4.8.1900 Einweihung – dieser Ablauf sei für so ein imposantes Gebäude eigentlich Wahnsinn gewesen, betonte Friedrich-Karl Schmidt: „Ich erinnere nur mal an den Flughafen Berlin . . .“

Ob es auch mit dieser Baugeschwindigkeit zusammenhing, dass die Festhalle 25 Jahre nach ihrer Fertigstellung „schon ziemlich kaputt“ gewesen ist – diese Frage ließ der Vorsitzende der Bergstadt-Stiftung und Beisitzer des Lüdenscheider Geschichts- und Heimatvereins offen. Tatsache war: In der Folge schluckte die Sanierung viel Geld: „Es bleibt immer was zu tun.“

Mit Stiftungsgründung habe man 2013 die Weichen für den Hallenerhalt gestellt, aber nichts daran geändert, dass „das Denkmal weiterhin Teil der Schützen“ sei: „In den Vorstand sind Schützen gewählt worden.“ Der Stiftungszweck sei identisch mit der Satzung der LSG.

Vom großen Bau zum kleinen Detail: Die noch junge Geschichte der Kult-Kollektion der Bergstadt-Stiftung schlug den Bogen zum Heute. Die unter Stiftungs-Regie entstandenen Produkte zeigen die handwerkliche Vielfalt und Kreativität von Fachleuten vor Ort und stehen in Bezug zur Schützenhalle. Erlöse aus dem Verkauf kommen der Stiftung zugute. Erstmals auf dem Markt und vom Start weg sehr begehrt: eine Futterkiste mit Schoko-Dame, Königssalami, Käsestangen und „Schmiedebrand“.

www.bergstadt-stiftung.de

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