Berglandklinik steht 2011 vor großer Sanierung

Die Berglandklinik am Hundebrink soll 2011 auch ein neues Kleid erhalten, der Löwenanteil der Gebäudesanierung bezieht sich aber auf die Erneuerungsarbeiten im Inneren. Der Bauantrag ist gestellt, die Ausschreibung bereits erledigt

LÜDENSCHEID - Mit einem Millionenaufwand wird die Berglandklinik in diesem Jahr generalsaniert. Das bestätigte Dr. Jörn Tornow, Ärztlicher Leiter der Lüdenscheider Frauen-Fachklinik am Hundebrink, gestern auf LN-Anfrage. Das Gebäude der Klinik in privater Trägerschaft wurde anno 1972 errichtet, „und nach 39 Jahren wird es jetzt Zeit für eine Auffrischung“, erklärte Dr. Tornow.

Größere Umbauten seien nicht geplant. Es gehe vielmehr darum, „ein auch wirtschaftlich gut funktionierendes Haus in allen Bereichen auf den aktuellsten Stand zu bringen“. Der Bauantrag dafür sei im Rathaus längst gestellt worden, die Ausschreibungen bereits erfolgt. Die Klinikleitung wählte laut Dr. Tornow aus drei Angeboten das beste Gesamtkonzept aus. „Jetzt scharren die Firmen schon mit den Hufen.“

Der Klinik-Bau soll bei Vorliegen der Genehmigung aus dem Rathaus grundsaniert werden. Rundum anzubringende Dämmplatten zur besseren Wärmeisolierung werden die Neuerung zwar auch nach außen sichtbar machen, doch das Meiste geschieht drinnen: Sämtliche Elektro- und Sanitäranlagen sollen laut Dr. Tornow ebenso erneuert werden wie Türen oder Decken. „Die Zimmer erhalten Internetzugänge, die Bäder werden funktionalisiert, etwa durch einfachere Zugänge zur Dusche.“ Die Rampe am Eingang werde abgeflacht, und von der Elternschule aus soll man künftig durch einen inneren Zugang in den Klinikbereich gelangen.

Auch wenn die Baumaßnahmen insgesamt umfangreich sind, soll der Betrieb in der Fachklinik für Frauen währenddessen weiterlaufen. „Die Sanierung wird in mehreren Abschnitten erfolgen, wir renovieren Zimmer für Zimmer“, sagte Dr. Tornow. Dadurch werde es zwar zu Einschränkungen kommen, aber nicht zu massiven Belästigungen. Der wirklich laute Teil der Arbeiten soll auf wenige Tage begrenzt werden, und der OP-Bereich, dessen Ausstattung weiter aktualisiert wird, höchstens für einen Tag in einen anderen Raum umziehen.

Der Klinikchef legt indes Wert auf die Feststellung, dass auch der heutige Zustand des Gebäudes am Hundebrink keineswegs bejammernswert ist: „Wir hatten aufgrund unseres Förderantrages an das Land NRW kürzlich auch Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg hier, die unser Haus noch im Ist-Zustand der Kategorie 1 A zuordneten“, berichtet der Gynäkologe. Auch aktuell entspreche etwa die Ausstattung des OP-Bereichs dem Standard an Universitätskliniken. Der Landeszuschuss zur Sanierung soll laut Dr. Tornow „im üblichen Rahmen“ gewährt werden.

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