Benkhofer: Kein Kaffee aus Katzenkot mehr

LÜDENSCHEID ▪ Das Sortiment des einzigen Lüdenscheider Kaffeerösters wird um eine umstrittene Winzigkeit ärmer. „KaffeeKultur“-Inhaber Sebastian Benkhofer wird künftig keinen „Kopi Luwak“ mehr anbieten. Das ist eine asiatische Spezialität, die aus dem Kot von Schleichkatzen – sogenannten Fleckenmusangs – gewonnen wird. Damit beugt sich Benkhofer Forderungen der Tierschutzorganisation „Peta Deutschland“.

Hergestellt wird das Getränk aus indonesischen oder vietnamesischen Rohkaffeebohnen, die von Fleckenmusangs gefressen und unverdaut ausgeschieden werden. Zunächst, heißt es in einer Peta-Mitteilung, sei der Kot von wilden Tieren aufgesammelt worden, „mittlerweile ist daraus ein lukratives Geschäftsmodell entstanden“. Indonesische Farmer fingen wildlebende Schleichkatzen und hielten sie in kleinen Drahtkäfigen, um den Kot gewinnbringend zu verkaufen. Nach Angaben von Kaffeeherstellern ändern sich im Verdauungstrakt der Tiere die Geschmackseigenschaften der Bohnen.

Bei „KaffeeKultur“ kostete das Produkt stolze 60 Euro für 250 Gramm. Die Nachfrage war laut Benkhofer eher gering – „vielleicht zwei Kilo im Jahr“. Zwar habe ihm der Exporteur bescheinigt, dass sein Produkt von wildlebenden Schleichkatzen stammt. „Aber das kann man nicht nachprüfen.“ Im übrigen, so Sebastian Benkhofer weiter, sei der Kaffee für ihn „persönlich relativ uninteressant. Mir liegt nichts an Kopi Luwak“. Er lasse sich von den „guten Argumenten der Tierschützer“ überzeugen. Sein Kommentar zum Schleichkatzenkaffee: „Es gibt Dinge, die braucht die Welt nicht!“

omo

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