Benefizlesung mit "Alte Liebe"

Andrea Bäcker (links) und Anita Pfeiffer freuen sich auf den Benefizabend.

Lüdenscheid - Anfangs war es ein Experiment, mittlerweile kommen die rührigen Mitarbeiter des Fördervereins, der die Suchtkrankenberatungsstelle unterstützt, schon mal auf drei Veranstaltungen im Jahr: Am Samstag, 22. September, legen Ruth Schimanski und Rudolf Sparing die „Alte Liebe“ für den Förderverein wieder auf.

Wie bei jeder dieser Benefizveranstaltungen gilt es, alle Sitzplätze zu füllen. Gespielt wird im Theater der Sparkasse an der Sauerfelder Straße. Platz gibt's dort für 80 Menschen.

„Alte Liebe“ ist der Titel eines Dialog-Romans von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder. Harry und Lore haben sich darin in 40 Ehejahren mehr oder weniger bekämpft und arrangiert. Einig sind sich die beiden Alt-Achtundsechziger aber in ihrer ablehnenden Haltung zu ihrer Tochter Gloria.

Schimanski und Sparing erzählten die „Szenen einer Ehe“ im Frühjahr bereits in der Stadtbücherei und auf Einladung des Lionsclubs Minerva. Seinerzeit waren die Karten für zwei Vorstellungen binnen kürzester Zeit vergriffen. Das Netzwerk, das sich Anita Pfeiffer, seit Juli Vorsitzende des Fördervereins und Nachfolgerin von Ulrich Kilo, aufgebaut hat, kommt dem Verein inzwischen zugute. Benefizveranstaltungen mit dem Gospelchor Risecorn, mit dem Ensemble für Alte Musik der Musikschule oder auch mit Dr. Mojo im März in der Kirche Oberrahmede lockten viele Musikfreunde an.

Und so waren sich Pfeiffer und ihr Team rasch mit Sparing und Schimanski einig, dass der Leseabend einen weiteren Baustein zum Erhalt eines Arbeitsplatzes bei der Suchtkrankenberatung bedeuten kann. 16 000 Euro muss der Förderverein jährlich aufbringen, damit die Stelle und auch das Konzept der Beratungsstelle erhalten bleiben können. Die Suchtkrankenberatung ist oft die erste Anlaufstelle. Doch danach ist der Weg zu professioneller Hilfe lang und Therapieplätze rar. „Menschen, die in Not sind, können nicht ein halbes Jahr auf einen Termin warten“, unterstreicht auch Andrea Bäcker (Förderverein) die Notwendigkeit, den Suchtkranken in gleichem Maß weiterzuhelfen.

Alkohol, Glücksspiel, Essstörungen, Kaufsucht, Co-Abhängigkeit – aus dem ganzen Kreisgebiet kommen die Menschen in die Lüdenscheider Suchtkrankenberatungsstelle, die in absehbarer Zeit an die Frankenstraße ziehen wird.

Die Benefizabende des Fördervereins sind ein Standbein, die Suche nach Spendern ein weiteres. Manche Spender sind treu, andere schwierig: „Verstehen wir manchmal nicht. Vor allem die Firmen halten sich oft zurück.“

Am Abend des 22. September gibt es neben einem amüsanten verbalen Schlagabtausch im Theater der Sparkasse auch Fingerfood. „Da könnte ich allerdings noch etwas Hilfe gebrauchen“, lacht Anita Pfeiffer und bricht gleichermaßen eine Lanze für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die bei den Veranstaltungen, aber auch in der täglichen Arbeit mit ins Rad greifen. Der Abend soll in einer Bistro-ähnlichen Atmosphäre im Theater der Sparkasse stattfinden.

Karten kosten 15 Euro, Beginn des Abends ist um 19 Uhr. Tickets sind ab sofort zu haben in der Beratungsstelle der Diakonie an der Heedfelder Straße 22, bei Anita Pfeiffer unter Tel. 0 23 51/43 38 444 und bei Lotto Nitsch, Altenaer Straße 1.

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