Chromblitzende Schönheiten vor imposanter Kulisse

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In diesem Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer saß schon Silberpfeil-Pilot Karl Kling. Im Bild der heutige Besitzer Hans-Jürgen Conredel, der dem legendären Fahrer persönlich begegnete.

Lüdenscheid - Automobilen Schätzen bot die historische Schützenhalle gestern bei der Neuauflage der Erfolgsveranstaltung „Belle Époque trifft Motorblock“ der Oldtimerfreunde im Sauerland (Ofis) eine imposante Kulisse. Noch eindrucksvoller, noch stilvoller als in den Vorjahren geriet das große Schaulaufen der chromblitzenden Schönheiten auf zwei, drei, vier und mehr Rädern.

Binnen kürzester Zeit füllte sich das weitläufige Gelände mit Raritäten, die Jahrzehnte spannender Automobilgeschichte wie im Film vorüberziehen ließen. Schon kurz nach Start der Veranstaltung herrschte auf dem Platz ein Riesenrummel. Bei dem herrlichem Wetter nutzten viele „Wiederholungstäter“, aber auch viele, die erstmalig dabei waren, das Treffen zu einer Ausfahrt, zum Picknicken und Fachsimpeln. 

In schier endloser Schlange fuhren die Fahrzeuge auf dem Schützenplatz ein, freundlich in Empfang genommen und von den Helfern eingewiesen. Um 13 Uhr war die Marke von 550 Fahrzeugen bereits überschritten – und die Hoffnung groß, zum 750. Geburtstag der Stadt auch 750 Fahrzeuge auf den Platz zu bekommen. Vor allem die ganz alten „Schätzchen“ wie ein Ford A aus dem Jahr 1929 oder der erste als Pkw gebaute BMW aus dem Jahr 1931 ließen die Augen der Oldtimerfans leuchten. „Der ist absolut Kult“, meinte ein begeister Besucher über den schmucken Ford.

„Belle Époque trifft Motorblock“: Automobile Schätze an der Schützenhalle am Loh

Auch optisch lebten viele Fahrer die Zeit, aus der ihre Fahrzeuge stammten, für jedermann sichtbar in passender Kleidung aus. Österreichische Tracht war beispielsweise für Martin Vormann aus Iserlohn, der mit einem in Graz gebauten Steyr Puch 700 C aus dem Jahr 1964 vor Ort war, „Pflicht“. „Jeder kennt mich so“, meinte er lachend. Dagegen war 50er-Jahre-Schick für Sigrid Schröder passend zur „Gangsterlimousine“ Citroen Traction aus dem Jahr 1956 ein „Muss“. 

Dicht umringt beim Oldtimertreffen unter der Schirmherrschaft der Bergstadt-Stiftung Lüdenscheider Schützenhalle, für das federführend Martin Kornau und Jens Haack verantwortlich zeichneten, waren zudem Raritäten wie der englische Daimler DE 27 von Rainer Büthe (Meinerzhagen) aus dem Jahr 1947 – einziger seiner Art in Deutschland und mit einem Skelett aus Holz versehen. 

Zweieinhalb Tonnen bringt der Wagen mit Lenkrad auf der rechten Seite auf die Waage. Auch um den Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer von Hans-Jürgen Conredel aus Werdohl – einst im Besitz von Silberpfeil-Pilot Karl Kling – war von Schaulustigen umringt. Ansonsten gab es an alten Fahrzeugen nichts, was es nicht gab – angefangen vom Trecker bis zum Unimog, von der winzigen Isetta bis zum ausladenden Cadillac. 

Auch das Rahmenprogramm mit Oldtimer-Busfahrten, Kettcar-Parcours und Food-Meile war aller Ehren wert. Besonderer Clou: Mit Antiquitätenhändler Detlev Kümmel, „80-Euro-Waldi“ Walter Lehnertz und Fernsehkoch Horst Lichter, bekannt aus der Sendung „Bares für Rares“, schätzten Experten für die Fahrer Originelles für den guten Zweck. Stilvoll fuhr Horst Lichter mit dem Motorrad vor.

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