Sondereinsatzkommando

Beispiel Wehberger Straße: Polizei fordert je nach Gefahrenlage SEK an

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Einsatzkräfte des SEK sowie Polizei, Feuerwehr und RTW waren im Einsatz an der Wehberger Straße.

Lüdenscheid - Anlässlich des Falls einer Frau, die sich aus Angst vor dem Jugendamt am Mittwoch mit ihren Kindern in ihrer Wohnung an der Wehberger Straße verbarrikadiert hatte, erklärt Polizeisprecher Dietmar Boronowski, in welchen Fällen die Polizei ein Sondereinsatzkommando anfordert.

Werde die Polizei – zum Beispiel vom Jugendamt – um Hilfe gebeten, kommt eine Führungsgruppe zusammen, die die Gefahrenlage einschätzt, so Boronowski. „Die Frage ist, ob eine Person sich selbst gefährdet oder auch Menschen aus dem Umfeld oder die Polizei“, sagt der Sprecher der Polizeibehörde im Märkischen Kreis.

Als Sofortmaßnahme schicke man so schnell wie möglich ein heimisches Betreuungsteam zum Ort des Geschehens. „Dazu gehören psychologisch geschultes Personal, Opferschützer und Rettungskräfte, die zum Beispiel ein Sprungpolster aufbauen.“

Koordination durch zentrale Stelle in Duisburg

Außerdem, so der Polizeisprecher, gebe es verschiedene Spezialkräfte. Kräfte von Sondereinsatzkommandos sind dazu ausgebildet, Häuser und Wohnungen zu stürmen. Psychologisch geschultes Personal löst Konfliktsituationen verbal.

Großeinsatz an der Wehberger Straße in Lüdenscheid

Meist – so auch am Mittwoch in Lüdenscheid – werden beide angefordert. Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) in Duisburg koordiniert die Einsätze der in NRW vorhandenen Teams und schickt je nach Lage der Stadt und Einsatzbereitschaft der Gruppen jenes Kommando, das am schnellsten da sein kann.

Vor Ort besprechen die Einsatzkräfte ihr Vorgehen und beschließen, in die Wohnung einzudringen, sobald der kommunikative Weg zu keiner Lösung führt.

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