Veranstalter schwärmen von der Atmosphäre und Stimmung nach der Verlegung

Behinderten-Aktionstag auch 2020 wieder im Bürgerforum

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Auch im nächsten Jahr soll der Aktionstag für Menschen mit Behinderungen wieder im Bürgerforum des Rathauses stattfinden.

Lüdenscheid - Die Rückmeldungen waren durchweg positiv, Atmosphäre und Stimmung angenehmer als im Stern-Center: Nach der erfolgreichen Premiere soll der Aktionstag für Menschen mit Behinderungen auch im nächsten Jahr wieder im Bürgerforum des Rathauses stattfinden. 

Ganz im Zeichen des Rückblicks auf diesen Aktionstag stand die Mai-Sitzung der Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen. Von einer „anderen, schöneren Atmosphäre als im Stern-Center“ schwärmte die Vorsitzende Monika Schwanz nach der erstmaligen Verlegung der Veranstaltung ins Bürgerforum des Rathauses. 

Der Tenor der Teilnehmer, so die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt, sei positiv gewesen – „von der Stimmung her wesentlich besser“. Daher beschloss das Gremium, im kommenden Jahr erneut ins Bürgerforum zu gehen. Dass das Wetter nicht optimal war, daran könne man nichts ändern, sagt sie. Doch ein Stelzenmann warb beharrlich und erfolgreich mit Kaffee-Gutscheinen unter den Marktbesuchern – „der war der Knaller“, freute sich Monika Schwanz. 

Optimistisch zeigte sie sich in Bezug auf den Behindertenführer, der nach vielen Anläufen endlich voranzukommen scheint. Man wolle für Lüdenscheid das Bremer Modell übernehmen, so Schwanz. Nun müsse noch der Rat entscheiden, und dann gehe es an die Detailplanung. 

Dass die Tücke oft im Detail liegt, musste der Beirat zuletzt bei der Ausstattung des Bürgerforums mit Blindenleitlinien erfahren. Nicht nur, dass der rechte der beiden Eingänge (von außen gesehen) nicht mit Aufmerksamkeitsfeldern und Leitlinien versehen wurde (Schwanz: „Das ist uns auf den Plänen nicht aufgefallen“), auch zum Kontrast gibt’s Kritik.

Laut ausführender Firma seien die kontrastreichsten Varianten ausgewählt worden. Aber hellgraue Leitlinien auf hellem Stein – das sei für sie kein Kontrast, kritisierte Schwanz. Auch Sehbehinderte orientierten sich daran. Und für die sei ein starker Kontrast wichtig. 

Eine Lösung wird auch wegen des Taubendrecks in der Rathausgarage gesucht. Neben dem Behindertenparkplatz sitzen die Vögel in einer Maueröffnung, unter der sich der Taubenkot sammelt – und an Rollstuhlreifen fest pappt. Ob und womit man die Öffnung verschließen kann, soll nun André Westermann (LSM) prüfen.

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