Begehrtes Gut Streusalz

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Willkommen ist wie gestern jede Salzlieferung auf dem STL-Betriebsgelände. Für den Fall der Fälle lagern neben der Salzhalle aber auch rund 100 Tonnen Granulat. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Nicht nur der Schnee- und Eispause ist es zu verdanken, dass der STL „streusalztechnisch“ noch recht entspannt auf das wieder anziehende Winterwetter schauen kann.

Im Gegensatz zu den allermeisten anderen Städten, die schon seit Wochen Riesenprobleme wegen ausbleibender Salzlieferungen haben, habe die STL-Einsatzflotte unter anderem dank der Vorratsplanung in diesem Winter bisher immer noch Salz streuen können, erklärte der stellvertretende Werkleiter Heino Lange auf Anfrage der LN. Wie berichtet, hatte der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) im Sommer vorsorglich neben dem 800-Tonnen-Vorrat in der Salzhalle am Fuhrpark ein 2000-Tonnen-Salzlager auf dem Gelände seines Lieferanten angemietet. Und auch zur Zeit seien die Salzvorräte noch gut.

Das bedeute aber keineswegs, dass es in Lüdenscheid bei einem erneuten harten Wintereinbruch wie im vergangenen Jahr keine Salzprobleme geben könne, meinte Lange. Wenn Salzlieferungen bundesweit über lange Zeit ausblieben, dann treffe es irgendwann auch die Bergstadt. Im vergangenen Jahr war bereits am 7. Januar Schluss. Da stellte der STL komplett auf Granulatstreuung um. Streusalz bekamen damals nur noch Streudienste von Autobahnen und überörtlichen Straßen – und das auch nicht immer genug.

„Schwarze Straßen“ bei Schneefall und Granulatstreuung gab es ab dem 7. Januar in Lüdenscheid so gut wie nicht mehr. Das Rest-Salz in der Halle auf dem STL-Betriebshof wurde vorgehalten, um bei großen Problemen an Steilstücken und bei Notfällen wie Feuerwehrlöscheinsätzen reagieren zu können.

Bis weit in den März hinein blieb das Streusalz knapp, so dass der STL laut Einsatzleiter Frank Wiemer Salz „nur in homöopatischen Dosen“ streuen konnte. Für den Fall starker Schneefälle und Glatteis bei gleichzeitiger Salzknappheit erneuerte Heino Lange den STL-Appell an alle Verkehrsteilnehmer aus dem Vorjahr: Kraftfahrer müssten sich auf Behinderungen einstellen und erhöhte Vorsicht walten lassen. Das klappte an besagtem 7. Januar, Granulat-Tag Nummer 1, übrigens gut: Die Polizei meldete lediglich fünf Blechschäden in der Bergstadt und lobte die Vernunft der Autofahrer. ▪ wok

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