Begehrte Praktika in Kindergärten

LÜDENSCHEID ▪ Die Berufspraktika in Kindertageseinrichtungen sind sehr begehrt. Kein Wunder, bilden sie doch für Erzieherinnen und Erzieher den notwendigen Abschluss einer vier- bis fünfjährigen Ausbildung. 31 Bewerbungen gingen zuletzt allein bei der Stadt ein, teilte Ursula Speckenbach, Abteilungsleiterin für den Bereich der Kitas, in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses mit.

Neun Plätze in den jeweiligen städtischen Einrichtungen konnten zur Verfügung gestellt werden. 24 Kindertageseinrichtungen freier Träger haben zudem einen Antrag gestellt, eine Sonderförderung durch die Stadt zu erhalten und damit die Bereitschaft signalisiert, eine Praktikumsstelle zur Verfügung zu stellen. Sechs Praktika laufen bereits.

Hintergrund ist ein vom Jugendhilfeausschuss getroffener Beschluss, nach dem die Finanzierung von Praktikumsstellen mit einem Drittel des tariflichen Entgelts gefördert wird. Die beiden Fachleiterinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs, Christina Juckenack und Stephanie Sperlich hatten Ende Januar in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses darauf hingewiesen, dass die Zahl der tariflich vergüteten Prakikumsstellen immer geringer werde.

Manche künftigen Erzieherinnen und Erzieher böten gar an, das einjährige Anerkennungsjahr unentgeltlich zu absolvieren, um ihren Abschluss nicht zu gefährden. Das sei eine höchst bedenkliche Entwicklung, der die Stadt Lüdenscheid mit der Sonderförderung entgegenwirkt

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