Geplante Bebauung: Othlinghauser nicht erfreut

+
Karl-Friedrich Feld (stehend) hatte zur Info-Veranstaltung über die geplante Bebauung eingeladen.

Lüdenscheid - Die geplante Bebauung am westlichen Ortsrand des Dorfes Othlinghausen auf Initiative des Lüdenscheider Architekten und Bauträgers Dirk Miekeley war Thema einer Informationsveranstaltung in der Gaststätte Bräcker.

Der Einladung von Karl-Friedrich Feld folgten zahlreiche Anwohner und einige für den Stadtteil Othlinghausen zuständige Vertreter der Kommunalpolitik, darunter Oliver Fröhling (CDU), Verena Kasperek (SPD) und Otto Bodenheimer (Bündnis90/Die Grünen). Dirk Miekeley sowie Vertreter der Verwaltung waren zu diesem ersten Gespräch der Anwohner zunächst nicht eingeladen worden, da erst intern diskutiert werden sollte. Im Rahmen einer weiteren Info-Veranstaltung sollen Investor und Verwaltung aber auf jeden Fall mit am Tisch sitzen.

Feld sowie der Anwohner und Architekt Dietmar Bielinsky erklärten, dass die meisten Anwohner nicht erfreut über die Bebauung sind, sich jedoch darüber im Klaren seien, dass diese wohl nicht mehr verhindert werden könne. Dennoch, so Feld, sei es angebracht, darüber nachzudenken, eine Bebauung im kleineren Rahmen vorzunehmen, die angemessener für das Dorf Othlinghausen sei.

Bisher ist auf dem vorgesehenen Grundstück die Errichtung von sechs Häusern geplant, wobei fünf von Bauträger Miekeley vermarktet werden sollen. Überrascht, so Feld, hätten sich einige Anwohner auch über den Umstand gezeigt, dass eigens für die geplanten Grundstücke eine neue Stichstraße gebaut werden soll. „Dabei besteht doch die Möglichkeit, über den Mühlenweg das Gebiet zu erschließen“, erklärte Feld. Bei dem Dorf Othlinghausen handele es sich um ein Naherholungsgebiet, und somit sei es nicht wünschenswert, die Umgebung so zuzubauen, wie es an anderen Orten bereits geschehen sei.

Aus der Versammlung kam von unterschiedlicher Seite der Einwand, dass vor zehn Jahren von alteingesessenen Anwohnern beantragte Baugenehmigungen für das gleiche Areal nicht erteilt worden seien mit der Begründung, dass es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handele. Bielinsky erklärte dazu, dass der Bebauungsplan für das Gebiet nur aus dem Grund habe geändert werden können, weil vor zwei Jahren entsprechende Änderungen am Flächennutzungsplan erfolgt seien. „Vor diesen Änderungen gab es für die Anwohner keine Möglichkeiten, auf diesem Gebiet zu bauen.“

Oliver Fröhling erläuterte schließlich noch die Umstände, die zu diesen Änderungen geführt haben. Während in den 60er und 70er Jahren aufgrund des damaligen hohen Bevölkerungswachstums riesige Flächen zur Bebauung freigegeben worden seien, habe man diese Planungen einige Jahrzehnte später in weiten Teilen wieder zurückgenommen. „Deshalb wurde kleinteiliger geplant und im gesamten Stadtgebiet nach solchen Flächen wie hier in Othlinghausen gesucht“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende. Er betonte darüber hinaus, dass die Grundstücke laut Dirk Miekeley noch nicht vergeben wurden, der Investor jedoch bereits rund 30 Anfragen vorliegen habe. - bot

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare