Im 18. Jahrhundert stand anstelle des Wohn- und Geschäftshauses von Heinrich Eklöh dort die Stadtwaage

Ein beachtliches Beispiel für einen Jugendstilbau

Die 4. Station des Rundgangs: Das Wohn- und Geschäftshaus am Karussellplatz (Inselhaus).

Lüdenscheid - Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Der vierte Teil führt zum Karussellplatz, wo ein beachtliches Beispiel für einen Jugendstilbau wartet.

Rundgang durch Alt-Lüdenscheid

Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer neuen Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen dabei Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Viele der Häuser sind lange abgerissen, andere Ausblicke mit neuen Häusern zugebaut. Die Bilder stammen aus dem LN-Archiv, dem Stadtarchiv und der Sammlung Schumacher, die Texte in gekürzter Form aus dem Buch „Die Lüdenscheider Straßennamen“ (ISBN: 9783981332513 ).

1903/04 baute Heinrich Eklöh ein Wohn- und Geschäftshaus am Karussellplatz, ein beachtliches Beispiel für einen Jugendstilbau in Lüdenscheid. Die floralen Wanddekorationen im Bereich der Schaufenster sind leider verschwunden. Sie mussten wohl ihrer Vergrößerung weichen. Das Haus heißt wegen seiner Lage „Inselhaus“.

Auf seinem Platz stand im 18. Jahrhundert die Stadtwaage, „Alte Waage“ genannt. Auf ihr wog man Korn, das dann zur Pöppelsheimer Mühle transportiert wurde.

Die Lüdenscheider Schützengilde erstritt sich 1775/76 von der Stadt das Recht, hier ihre Übungen abhalten zu können. Deswegen nannte man den Platz „Schützenplatz“. Der alte Kirmes- und Marktplatz an der Erlöserkirche bot für die damals aufkommende Volksbelustigung des Karusselfahrens wegen des schrägen Geländes keinen geeigneten Platz mehr. Man zog zum Kirmesfeiern auf den Platz weiter unten, um dort das Karussell aufzubauen. Dieser Tatsache verdankt der Platz seinen Namen.

Die Lüdenscheider Kirmes fand hier bis zum Jahre 1894 statt, um dann zum heutigen Schützenplatz Loh weiterzuziehen. Der Geschichts- und Heimatverein hat am Rande des Karussellplatzes ein Relief auf einem Sockel anbringen lassen. Es zeigt die Stadt Lüdenscheid nach dem letzten großen Brand 1723, so wie der Architekt Moser sie gesehen hat.

 

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