Jörg Steinleitner schreibt für "Mord am Hellweg"

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Auf Ideensuche in der Altstadt: Stefan Frenz, Andreas Hostert, Dagmar Plümer, Jörg Steinleitner und Herbert Knorr.

Lüdenscheid - Im vermeintlich harmlosen Lüdenscheid, so sagt Jörg Steinleitner, verbergen sich seit Jahrhunderten derart viele Untiefen, dass man als Krimiautor aus dem Vollen schöpfen könne. Manche Häuser sollen ja sogar auf Grabsteine gebaut worden sein. Der niedergelassene Rechtsanwalt aus München ist im Nebenberuf Autor. Oder umgekehrt. Zumindest ist sein Krimi über Lüdenscheid Teil der neuen Anthologie „Mord am Hellweg“.

In der Bergstadt zu Gast sein wird er im Oktober mit einer kabarettistischen Lesung im Sparkassentheater. „Nageln Sie mich darauf nicht fest. Aber momentan sieht es so aus, dass es ein Mord wird und in der Geschichte eine ganze Reihe Verdächtiger auftauchen, ein dubioser Prominenten-Wahrsager, verdächtige Freimaurer und ein Immobilien-Hai, der sonderbare Pläne mit der Altstadt verfolgt. Ich habe aber das Konzept für die Geschichte schon mehrmals wieder umgeworfen, und es kann alles auch noch ganz anders werden“, antwortet Steinleitner auf die Frage danach, worum es in seinem Lüdenscheid-Krimi letztlich gehen wird.

Kurz vor Weihnachten nutzte der Bayer die Gunst der Stunde und erkundete bei einem Besuch in Lüdenscheid gemeinsam mit Andreas Hostert (VHS), Kulturmanager Stefan Frenz, Dagmar Plümer (Stadtbücherei) und Herbert Korr („Mord am Hellweg“) die Lüdenscheider Altstadt (wir berichteten).

Inzwischen ist der Vorverkauf für die verschiedenen Veranstaltungen in der Region angelaufen. Erste Lesungen sind bereits ausverkauft – die Festivalleitung legt nach. Für Petra Hammesfahr wurde bereits eine Zusatzlesung in Iserlohn organisiert. Die Termine für die Lesungen aus dem im Herbst dann brandneuen „Mord am Hellweg“-Krimiband „Glaube.Liebe.Leichenschau“ stehen fest. Bei Steinleitner wird’s im Sparkassentheater eine kabarettistische Krimilesung werden.

In seinem neuen Soloprogramm „Sagt der Horst zum Scheich“ beantwortet der Schriftsteller viele brisante Fragen rund um das kriminelle Bayern. Die Krimikabarettlesung ist die Essenz sechsjähriger Arbeit und zeigt die Höhepunkte der fünf Anne-Loop-Bände Steinleitners, einer Kriminalistin in Bayern und Leitfigur mehrerer Krimibände. Bislang erschienen in der Anne-Loop-Reihe (Piper Verlag) Krimis wie „Tegernseer Seilschaften“ oder auch „Räuberdatschi, Hirschkuss und Maibock“.

 Abgabetermin des Lüdenscheid-Krimis ist Ende März. Bis dahin wird feststehen, wer hier wie und wo vorzeitig sein Leben aushaucht – vielleicht ja in der Herzogstraße. Steinleitner: „Im alten Gasthaus Pretz ist ein Grabstein verbaut.“ Zu Lüdenscheid hat der bayerische Schriftsteller bereits Verbindungen aus früheren Jahren, er sei hier mal aufgetreten.

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