Phänomenta: 2014 Finale für Denkfabrik

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Die Träger laufen durch beide Geschosse des Bauwerks und leiten die Zugkräfte des Turmes bis in die Fundamente ab.

Lüdenscheid - 2014 ist das entscheidende Jahr für das Regionale-Projekt der Denkfabrik. Alle Baumaßnahmen müssen bis zum nächsten Winter abgeschlossen sein. Die Eröffnung erfolgt im März 2015.

Im Gespräch mit den LN warfen Frank Kuschmirtz als Leiter und Andreas Beckmann als Architekt und Ingenieur der Zentralen Gebäudewirtschaft einen Blick auf das, was in Sachen Phänomenta, Brücken- und Straßenbau in den kommenden Monaten passieren wird – und zwar im laufenden Betrieb der technisch-physikalischen Erlebnisausstellung. Denn die Phänomenta läuft weiter trotz Innen- und Außenbaustellen, trotz Verdoppelung der Ausstellungsfläche und Verlagerung ihrer 100 Experimente. 190 Stationen werden es im März nächsten Jahres sein.

Aktuell laufen die Arbeiten am neuen Anbautrakt der Phänomenta und im Innern des Altbaus in mehreren Abschnitten. Die erste Zwischendecke des Neubaus, der zugleich als tragendes Teil des Pendel-Turms fungiert, ist bereits gegossen.

Im Frühjahr dürfte dieser Rohbau abgeschlossen sein. Ab dann bis in den frühen Sommer hinein entsteht der Turm, der das Foucault’sche Pendel aufnimmt. 75 Meter hoch wird die Konstruktion am Ende und damit etwa zehn Meter höher als die benachbarte Christuskirche. Die tragende Konstruktion besteht aus Stahlrohren, etwa einen halben Meter dick, die auf der Baustelle montiert werden. 150 Tonnen Stahl sind allein dafür nötig. Kräfte durch Winddruck werden bis in die Fundamente des Neubaus abgeleitet.

Noch während am Turm gearbeitet wird, geht es im Gebäudeinnern weiter mit technischen Installationen, Heizung, Fußboden, Sanitäranlagen und Malerarbeiten.

Die heißeste Phase erwarten die Fachleute daher für Juni, Juli und August, weil dann gleichzeitig die Brücke vom Bahnhofsgelände zur Phänomenta geschlagen wird. Um die nötige Höhe über den Gleisen zu erreichen, wird die Gustav-Adolf-Straße im Endbereich um rund einen Meter angehoben, ebenso der Boden an der Front der Phänomenta zur Fachhochschule. An dieser Seite findet sich künftig der Haupteingang zur Phänomenta – um ihn zu erschließen wurde die störende Gebäudeecke einfach entfernt. - flo

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