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Baustopp in der Innenstadt: Arbeiter reißen Fußgängerzone auf - zu Unrecht

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Von: Susanne Kornau

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Baustelle in der unteren Wilhelmstraße Lüdenscheid
Im Auftrag der Telekom verlegte ein Unternehmen Leerrohre für Glasfaser-Kabel, allerdings auch in einem Bereich, der noch gar nicht genehmigt gewesen ist. © Schulte-Zakotnik

Obwohl Baustellen seit Monaten zum Innenstadtbild in Lüdenscheid gehören, waren nicht nur die Händler der unteren Wilhelmstraße verwundert, als die Straße jetzt wieder einmal aufgerissen wurde - ohne Genehmigung. 

Diesmal war es ein Unternehmen, das im Auftrag der Telekom Leerrohre für Glasfaser-Kabel verlegte. Allerdings: Abgesprochen und genehmigt war das in dem Umfang nicht, teilte die Stadtverwaltung mit.

Zunächst sollten die Arbeiten nur auf dem Teilstück der Wilhelmstraße zwischen Schiller- und Schemperstraße und in der Freiherr-vom-Stein-Straße vom Abzweig Wilhelmstraße bis zur Schillerstraße durchgeführt werden. Aber weil das Unternehmen gut im Zeitplan lag, hatte es kurzerhand weitergemacht, so Stadtsprecherin Marit Schulte-Zakotnik.

Nun hat die Stadt die Arbeiten erst einmal gestoppt. Die Baugräben sollen Anfang der Woche asphaltiert werden, damit Passanten und Lieferverkehr den Bereich wieder problemlos nutzen können. Weitere Arbeiten sollen nun zeitnah – ordentlich genehmigt, abgestimmt und frühzeitig angekündigt – erfolgen.

Die Telekom hatte während der langfristigen Planungsphase ausdrücklich darauf verzichtet, in die einmal aufgerissenen Straßen Leerrohre legen zu wollen. Mit dem Sinneswandel wird nun die Abstimmung sichtlich komplizierter.

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