"Doppelte Baustelle"

Zum Weißen Pferd: Schon wieder Ärger

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Stark eingeschränkte Parkmöglichkeiten und Probleme im Begegnungsverkehr sorgen an der Straße Zum Weißen Pferd und bei den Gewerbetreibenden an der Dammstraße schon vor Beginn des Ausbaus für Verdruss.

Lüdenscheid - Für die Anlieger der Straße Zum Weißen Pferd brechen unruhige Zeiten an.

Einerseits ist der Streit über Beteiligung an den Kosten für den Ausbau längst nicht ausgestanden. Andererseits sorgt die frisch eingerichtete Baustelle zwischen den Einmündungen Bahnhofsallee und Dammstraße schon jetzt für Ärger und Behinderungen – auch aus Sicht der Gewerbetreibenden. 

Die Straße bis hoch zur derzeit gesperrten Brücke ist seit Dienstag nur halbseitig befahrbar – ein Begegnungsverkehr kaum möglich. Sandra Manß, die die Autoverwertung Lüdenscheid (AVL) an der Dammstraße betreibt, muss bei ihren Transporten nicht nur Umwege in Kauf nehmen, „das ginge ja noch“, sondern befürchtet auch, dass Lastwagen bei Gegenverkehr „einfach stecken bleiben“. Ihre Kritik: Man hätte nicht beide Baumaßnahmen gleichzeitig beginnen dürfen. 

Mehr über die Baustellen Zum Weißen Pferd

Ihr Nachbar, Steinmetz-Meister Holger Langwald, sieht für die Anlieferungen seiner tonnenschweren Materialien ebenfalls Probleme. „Vor allem ältere Autofahrer, denen auf der freien Fahrspur am Weißen Pferd ein Lastwagen entgegen kommt, wissen ja gar nicht, wohin sie ausweichen sollen.“ 

Im Büro der evangelischen Friedhofsverwaltung hat die stellvertretende Geschäftsführerin Heike Rath bereits einen „deutlichen Rückgang der Besucherzahlen“ bemerkt. Für die Gäste von Trauerfeiern in der Kapelle fehlen zahlreiche Parkplätze, weil auf der verbliebenen Fahrspur aus Platzgründen ein absolutes Halteverbot eingerichtet wurde. 

Ein Trauerzug kann nach Raths Worten noch zu Fuß über die Brücke zu einer Grabstätte auf dem alten Friedhof gehen. „Der Leichenwagen aber muss einen Umweg fahren und trifft dann auf der Mathildenstraße wieder auf den Trauerzug.“ 

Auch der Lastverkehr der Friedhofsgärtner, unterhalb der Kapelle an der Dammstraße, ist von den Einschränkungen betroffen. 

Eine Öffnung der Dammstraße in Richtung MVG-Betriebshof und Rahmedestraße während der Bauarbeiten wäre für die Anlieger laut Sandra Manß „eine gute Lösung“. Doch aus dem Rathaus heißt es dazu, dass ein Abschnitt der Dammstraße „weitgehend zugewachsen“ und für Straßenverkehr derzeit nicht geeignet sei und aufwendig hergerichtet werden müsste.

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