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Baustelle zusätzlich zur Vollsperrung: So soll der Verkehr trotzdem fließen

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Die Linksabbiegerspur auf der Volmestraße in Lüdenscheid wird als Fahrbahn durch die Baustelle genutzt. Dadurch kann die Straße größtenteils in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden.
Die Linksabbiegerspur auf der Volmestraße wird als Fahrbahn durch die Baustelle genutzt. Dadurch kann die Straße größtenteils in beiden Fahrtrichtungen genutzt werden. © Cedric Nougrigat

Die Sperrung der Halverstraße (B229) mutet den Pendlern und Anwohnern bereits Umwege und Rückstaus zu. Ab Mittwoch verlegt der Versorger Enervie an der Volmestraße (B54) – rund um die T-Kreuzung B229/B54 – neue Gasleitungen, und schafft so eine weitere Baustelle bis Jahresende.

Lüdenscheid – Das bedeutet zwar einen weiteren Bremsklotz für den Verkehrsfluss, entpuppt sich auf den zweiten Blick als durchdachte Entscheidung.

„Durch die Vollsperrung der Halverstraße können wir die Abbiegerspuren auf der Volmestraße mitbenutzen“, sagt Enervie-Pressesprecher Andreas Köster. Das sei nicht möglich, wenn die B229 befahrbar sei. „Es ist aus verkehrstechnischer Sicht sogar günstig, die Bauarbeiten zu diesem Zeitpunkt durchzuführen, da die Strecke bis Ende des Jahres weniger frequentiert ist“, erklärt Köster.

Zudem sei es nur im Bereich der Tiefbaumaßnahmen notwendig, den gesamten Verkehr über eine Spur zu führen. „Für diese Arbeiten müssen etwa 20 Meter einer Fahrbahnseite abgesperrt werden. Der Rest der Strecke bleibt zweispurig”, versichert Köster für den insgesamt 210 Meter langen Abschnitt.

„Statt der fest installierten Anlage werden zwei mobile Baustellenampeln den Verkehr regeln“, sagt Marit Schulte-Zakotnik, Pressesprecherin der Stadt Lüdenscheid.

„An einem kurzen Teilstück wechseln sich die Grünphasen in beide Richtungen schneller ab.” So sollen Rückstaus vermieden werden, die sich bis zur Abfahrt auf die B54 ziehen, wo die Umleitung stadtauswärts um die Halverstraße beginnt. Im Berufsverkehr stehen die Fahrzeuge schon jetzt bis zur Talstraße.

Um einen Kollaps zu vermeiden, hatte Enervie im vergangenen Jahr die bauliche Erweiterung des Gasnetzes verschoben. Hintergrund war eine parallel durchgeführte Baumaßnahme, deren Umleitung über die Volmestraße verlief. Eine weitere Baustelle hätte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt.

Außerdem stehe der Versorger selbst unter Zeitdruck, die Haushalte zwischen den Hausnummern 18 und 101 ans Gasnetz zu bringen, sagt Köster. „Viele Kunden warten dort auf ihren Anschluss.“ Vor dem Winter wollten mehr Menschen auf eine Gasheizung umstellen.

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