Baustelle Sauerfeld strapaziert die Nerven

LÜDENSCHEID ▪ Wo geht‘s denn hier auf die andere Seite? Muss man da etwa durch die Volksbank?“ „Lüdenscheid ist eine einzige Baustelle. Das geht einem nur noch auf die Nerven!“ „Die hätten ja auch mal Hinweisschilder aufstellen können.“, „unzumutbar!“, „eine Frechheit!“, „und da heißt es immer, die Stadt hat kein Geld, buddeln aber hier ‘rum, was das Zeug hält.“

Eine ältere Dame, die, wie sie sagt, schon seit einigen Jahren nicht mehr mitzählt, wie alt sie eigentlich ist, steht verloren auf dem Weg hinter der Volksbank und will zur Bushaltestelle am Sauerfeld: „Ich muss mit der 44 nach Hellersen. Wie komm ich da denn jetzt darüber?“

Nur eine Stunde am Morgen an der Großbaustelle Sauerfeld: Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen durch den Tunnel-Neubau sieht anders aus. Nur Väter mit ihren Kindern auf den Schultern sehen gebannt auf die Bagger, die sich mit Schaufeln und Bohrern ins steinige Erdreich wühlen und am alten Tunnel knabbern.

Aber gerade älteren Menschen geht die Baustelle arg auf die Nerven. Sie schimpfen darüber, dass ihnen ihre gewohnten Wege verbaut sind. Gerade der Engpass kurz vor der Volksbank, von wo es dann nach links über den Parkplatz zur Jockuschstraße und dann wieder Richtung Sauerfeld geht, ist steil und bereitet Mühe. Wer einen Rollator benötigt, sollte lieber den weiteren Weg über die Wilhelmstraße wählen.

Gleichzeitig laufen im Rücken der wartenden MVG-Kunden die Pflasterarbeiten an der Sauerfelder Straße zwischen Sparkasse und Volksbank. Sie sollen Ende August fertig sein. Bis zum Abschluss des Tunnel-Neubaus ist aber noch mehr Geduld gefragt, und zwar bis Ende November. Geduld ist aber nicht jedermanns Sache: Immer wieder laufen Passanten – junge und alte – quer über die Sauerfelder Straße, weil sie sich die Umleitungen sparen wollen: ein gefährliches und verbotenes Unterfangen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare