Erste Hürde der Umbauarbeiten im Operationstrakt ohne Komplikationen genommen

Baustelle bleibt unsichtbar

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Dr. Susanne Kaskel-Paul schwärmt von dem neuen Mikroskop.

Lüdenscheid - Umzüge und Renovierungen sind ein geeigneter Anlass, um das Inventar zu modernisieren. Eine neue Küche, ein bequemes Sofa oder effiziente Beleuchtung – die Gelegenheit bleibt in der Regel nicht ungenutzt. Das Klinikum macht da keine Ausnahme: Die Anschaffung eines Augenmikroskops hat mit 200 000 Euro allerdings schon den Gegenwert einer Immobilie.

Der Operationstrakt im Lüdenscheider Klinikum wird in diesem Jahr umfassend umgebaut. Vier komplett fertige OP-Module plus ein Verwaltungstrakt werden an die vorhandene Abteilung angedockt, vier bestehende Säle werden saniert, eine neuwertige Einheit bleibt unverändert, drei alte OP-Säle werden zu Lagerflächen zurückgebildet. Um das alles im laufenden Betrieb zu schaffen, wurde eine zwischenzeitlich stillgelegte OP-Abteilung reaktiviert. Somit stehen auch während der Bauphase neun Operationssäle zur Verfügung.

Prof. Dr. Dr. Thomas Uhlig, Leiter der Anästhesie, Impulsgeber und Kümmerer für das aufwändige Projekt, ist mit den ersten Wochen sehr zufrieden. Die Abrüstung alter und der Aufbau neuer Einheiten „verlief nicht ohne Anspannungen“, denn der Trakt ist 30 Jahre alt. „Aber alles ist gutgegangen.“ Während links operiert wird, herrscht ein paar Meter weiter rechts rege Bautätigkeit. Getrennt werden die unterschiedlichen Partner von stabilen und speziellen, geräuschdämmenden Wänden. „Deshalb bekommen weder Patienten noch Operateure von den Arbeiten etwas mit.“ Keinerlei Beanstandungen haben die Gesundheitsbehörden zu dem Prozedere. „Die hygienische Begutachtung ist mängelfrei verlaufen.“

Das Okay kam zur richtigen Zeit, denn der OP-Aufwand stieg im Januar deutlich an. 1182 Eingriffe im Monat sind zwar nichts Ungewöhnliches, allerdings wurde rund fünf Stunden länger am Tag operiert als zuvor. „Die Fälle waren komplizierter“, so Prof. Uhlig. „Aber wir haben die Hürde gemeistert.“

Unkompliziert soll es auch auf der anderen Seite weitergehen. Für den Kauf der Module läuft das Bieterverfahren. Vier Firmen haben sich um den Auftrag beworben, erklärte Prof. Uhlig. Das Gesamtvolumen für den Umbau liegt bei 8,5 Millionen Euro.

Mit dem neuen Augenmikroskop hat das Klinikum bereits eine Anschaffung für eine topmoderne OP-Ausstattung getätigt. Dr. Susanne Kaskel-Paul, Direktorin der Augenklinik: „Das Gerät ist eines der technisch anspruchsvollsten auf dem Markt.“

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