Baustelle Altenaer Straße: Wakup will Druck auf Firma

Für großen Ärger bei Autofahrern wie Politikern sorgt weiter die Baustelle an Altenaer- und Lennestraße

LÜDENSCHEID ▪ Während die Autofahrer durch die Kanalbaustelle auf der Altenaer Straße in Höhe der Kreuzung Lenne-/Rahmedestraße seit gestern auf besonders harte Geduldsproben gestellt werden, wurden die bisherigen Arbeiten gestern zum Thema im Stadtrat.

Bekanntlich verlegt der Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid (SEL) dort einen neuen Kanal. Seit wenigen Tagen nähern sich die Männer mit den Baggern mehr und mehr der Kreuzung. Mehrfach wöchentlich müssen Ampeln und Bauzäune und Absperrungen umgesetzt werden.

Die Empfehlungen der Planer an ortskundige Autofahrer, den Bereich weiträumig zu umfahren, um Staus zu vermeiden, stoßen derweil offenbar nur stellenweise auf Verständnis: Zu Stoßzeiten staut sich der Verkehr vor allem auf der Lennestraße, mitunter reicht die Schlange bis hinauf zum Worthkreuz. Ausweichmöglichkeiten gibt es jedoch von der Werdohler Straße über Brüder-, Wiesen- und Humboldtstraße.

Darauf machte im Stadtrat auch Bürgermeister Dieter Dzewas nochmals ausdrücklich aufmerksam – für Ortskundige sei die Baustelle an vielen Stellen zu umfahren, „für andere müssen da vielleicht noch Schilder hin.“

Für „mehr Druck auf die ausführende Firma“ sprach sich indes Ratsherr Hansjürgen Wakup (CDU) aus: „Ich muss da jeden Tag lang und stelle fest, dass stets pünktlich am Freitagnachmittag Feierabend gemacht wird. Wie kann das bei einer dermaßen störenden Baustelle sein? Kann man der Firma nicht sagen, dass sie, wenn es nicht schneller vorangeht, keine Aufträge mehr von der Stadt bekommt?“

Dazu erklärte Dzewas: „Fairerweise muss man sagen, dass Arbeiten nachts und an Wochenenden deutlich teurer werden, und dass davon auch nichts in der Ausschreibung stand.“ Die Firma und die Stadtentwässerung SEL bemühten sich, den Kanalbau so schnell wie möglich voranzubringen. Ein Abschluss noch in diesem Jahr sei aber unrealistisch.

Auch das kritisierte Wakup: Die T-Com hatte es zuletzt abgelehnt, die Kosten für den dreimonatigen Stillstand der Arbeiten wegen falscher Pläne zu übernehmen. Bekanntlich waren Bauarbeiter im Sommer plötzlich auf Kabel gestoßen, die in keinem Plan standen. Wakup: „Das darf doch nicht passieren, dass eine Baustelle ein Vierteljahr lang ruht!“

Für die Forderung nach Übernahme des Schadens zeigte der Bürgermeister Verständnis, das werde juristisch geprüft. „Aber im Moment teilt auch der SEL nicht die Ansicht, dass man jetzt den dafür rannimmt, der da zufällig das Kabel verlegen muss. Und irgendwann musste der Kanal erneuert werden.“

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