Baumgutachten für Linden an der Friedhofstraße

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Die Allee auf der Friedhofstraße ist schön anzusehen, birgt aber auch einige Probleme, die gelöst werden müssen.

Lüdenscheid - Der Ausbau des Denkfabrik-Quartiers rund um die Phänomenta betrifft auch die Herstellung der Friedhofstraße, die mit der Kopfsteinpflasterung und den Linden rechts und links zweifelsohne ein Hingucker ist. Die Allee ist über viele Jahrzehnte gewachsen, dabei aber nicht frei von Beschädigungen geblieben. Daher birgt der Ausbau Probleme, die aber lösbar sind.

So lautet das Fazit nach der Vorstellung eines Baumgutachtens, das der Diplom-Biologe Michael Schlag vom Kölner Sachverständigenbüros Reinartz und Schlag am Mittwoch im Bau- und Verkehrsausschuss vorstellte. Baum für Baum hatte sich Schlag vorgenommen und jeweils den Zustand jeder einzelnen Linden analysiert und dokumentiert. Auch für den Laien, der die Friedhofstraße begeht, wird deutlich, dass sich das Wurzelwerk über und unter Bordstein hinweg Wege in die Straße gesucht hat. Schief und buckelig sind die Straßenränder daher, die Bürgersteige nicht minder.

An einigen Stellen gebe es daher eine Bruchgefährdung. Auch die Hohlblockziegel, die die Bäume zum Teil umgeben, seien nach heutigem Stand der Dinge nicht mehr optimal. Jeder Baum wurde nach Vitalität, Kompensierungsfähigkeit, Schädigungsgrad und Lebenserwartung kategorisiert. Im oberen Bereich sind zudem Winderlinden zu finden, die nach Angaben Michael Schlags enorm langsam wachsen. Drei Bäume in diesem Abschnitt zum Friedhof hin müssten nach seiner Einschätzung aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden, andere baumchirurgisch behandelt werden.

Um den künftigen Trassenverlauf, der eine Einbahnstraße in Richtung Bahnhofstraße vorsieht, planen zu können, müssen Bodenzustand und Wurzelverlauf der Bäume feststehen. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der untere Bereich fitter und erhaltensfähiger ist als der mittlere und obere. Die Fahrbahn soll eine Breite von 3,50 Meter aufweisen, ohne dass Wurzeln beschädigt werden.

Es wird nun bis zur Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses in zwei Wochen auf Grundlage des Baumgutachtens ein Vorschlag erarbeitet, wie der Ausbau umgesetzt und wie die Allee darin eingebaut werden kann. Ein Abwägungsprozess, der durchaus auch in eine Neuanlage der Allee münden könnte, wie es hieß. - von Martin Messy

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