Bauland-Mangel in Lüdenscheid

Nicht nur in Großstädten! Nachfrage nach Einfamilienhäusern riesig - Angebot mickrig

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Bauland ist stark nachgefragt. Das Angebot aber gering. 

Lüdenscheid – Die Forderung nach mehr Wohnraum ist eine altbekannte. Häufig fehlt es jedoch an Bauland. Das gilt nicht nur für Großstädte, sondern mittlerweile auch in Mittelstädten - wie Lüdenscheid. 

Wie stellt sich die Situation – Grundstücksmangel für Wohnbauvorhaben – in Lüdenscheid dar? Wie groß ist die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage? 

Der Mangel an adäquaten Grundstücken für Wohnbauvorhaben betrifft verschiedene Segmente. Insbesondere die Nachfrage nach freien Einfamilienhausgrundstücken übersteigt das Angebot bei weitem. Sowohl Baulückenpotenziale als auch vorhandene Wohnbauflächenreserven aus dem Flächennutzungsplan reichen nicht aus, um die Nachfrage, die bis 2025 in verschiedenen Szenarien prognostiziert wird, zu bedienen. Dem Handlungskonzept Wohnen zur Folge reichen die aktuellen Wohnbaupotenziale aus, um maximal 50 Prozent des quantitativen und qualitativen Neubaubedarfs im genannten Zeitraum zu decken. 

Wie viele Wohnungen fehlen Ihrer Schätzung nach in Lüdenscheid? 

Gemäß gutachterlicher Einschätzung existiert in Lüdenscheid bis zum Jahr 2025 ein quantitativer und qualitativer Neubaubedarf von 100 bis 130 Wohnungen jährlich. Zum Vergleich: 2018 sind 47 Wohneinheiten hinzugekommen. Die Zahlen beziehen sich sowohl auf Neubauten als auch auf Bestandsmaßnahmen. 

Was tut die Stadt Lüdenscheid, um das Problem zu lösen? 

Zurzeit erfolgt eine Mobilisierung der vorhandenen Wohnbaupotenziale. So werden zum einen Bebauungspläne für vorhandene Flächennutzungsplan-Reserven aufgestellt und somit Baurecht geschaffen. Zum anderen wird derzeit ein Baulandkataster erstellt, das insbesondere im Stadtgebiet befindliche Baulücken aufführt. Diese Maßnahme dient dazu, integrierte und theoretisch bebaubare Flächen einer Bebauung zuzuführen. Darüber hinaus eruiert die von der Stadt beauftragte Landesinitiative Flächenpool NRW verschiedene potentielle Wohnbauflächen, priorisiert diese und führt in diesem Kontext Eigentümergespräche, um deren Umsetzbarkeit zu prüfen.

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